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Meta Group: Linux ist kein Enterprise-OS

27.04.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Berater der Meta Group sind der Ansicht, daß Linux besonders in bezug auf Einsatzmöglichkeiten in der Unternehmens-DV massiv überbewertet wird. Der "Hype" resultiert nach Ansicht von Meta vorrangig aus einer Abneigung gegen Microsoft und weniger aus dem Vertrauen in Linux als Betriebssystem-Alternative - dazu fehlten dem Open-Source-Unix schlicht zu viele High-end-Funktionen (hochskalierendes Symmetrical Multiprocessing = SMP, Clustering, Workload-Partitioning). Größtes Manko sei und bleibe der fehlende Mission-critical-Support. Umfragen unter den Meta-Kunden hätten ergeben, daß nicht einmal fünf Prozent glauben, Linux werde in fünf Jahren eine nennenswerte Rolle in der Unternehmens-DV spielen. Fazit der Analysten: Anwender sollten Linux als Enterprise-Betriebssystem ignorieren und es statt dessen für eingebettete Systeme und dedizierte Aufgaben einsetzen.