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Meta Group erwartet Fusionswelle in diesem Jahr

22.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Meta Group AG rechnet im laufenden Jahr mit einer steigenden Zunahme von Firmenübernahmen und -beteiligungen. Nach Schätzung der Beratungsunternehmens sind bis zu 30 Prozent der am Neuen Markt gelisteten Unternehmen alleine nicht überlebensfähig. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Fusionen und Akquisitionen weltweit gegenüber dem Vorjahr um zirka 30 Prozent gesunken, die damit verbundenen Transfervolumina gingen sogar um 70 Prozent zurück.

Nach Ansicht von Wolfgang Braun, Geschäftsführer der Meta Mergers & Acquisitions GmbH, weisen nun verschiedene Anzeichen darauf hin, dass in diesem Jahr erneut eine Fusionswelle ansteht. So müssen seit Jahresbeginn hierzulande die Gewinne aus Beteiligungsverkäufen nicht mehr versteuert werden. Außerdem werde aufgrund der Basel II-Beschlüsse die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen extrem erschwert. Deshalb nähmen Liquiditätsengpässe bei Mittelständlern zu, die Verkaufsbereitschaft steige. Braun geht sogar davon aus, dass das laufende Jahr den Anfang des nächsten großen Aufwärtstrends markiert und es spätestens 2003 zu einem regelrechten Fusions-Boom kommt. Bedingt durch die gegenwärtige Konsolidierung und den Rückzug der Finanzmärkte soll sich insbesondere am Neuen Markt die Spreu vom Weizen trennen. Profitieren könnten Firmen der Old Economy, die die Gelegenheit nutzen, kleinere Unternehmen zum

Schnäppchenpreis zu kaufen. Durch Insolvenz oder drohende Zahlungsunfähigkeit aufgrund einer hohen Cash-burn-Rate seien viele Hightech-Firmen zu idealen Übernahmekandidaten geworden.