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Messe kritisiert geplante ver.di-Streikkundgebung zum CeBIT-Auftakt

02.03.2006
Die Deutsche Messe AG hat die von der Gewerkschaft ver.di geplante große Streikkundgebung in Hannover am Eröffnungstag der CeBIT kritisiert.

Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue sagte am Donnerstag, er finde diese Entwicklung auf Kosten der CeBIT-Besucher "furchtbar". Ver.di plant im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes am 9. März eine zentrale Streikversammlung in Hannover mit mehr als 10.000 Teilnehmern.

Die CeBIT (9.-15.3.) sei für Hannover ein großer Wirtschaftsfaktor und Jobmotor, sagte Raue. Zur Leitmesse der ITK-Branche reise die ganze Welt an. "Dann geht ver.di dahin und konterkariert das", kritisierte Raue. "Ich finde das verrückt." Raue sagte aber zugleich: "Wir haben für alles Notfallpläne." Er sei sicher, dass die CeBIT nicht beeinträchtigt werde.

Ver.di-Landeschef Wolfgang Denia hatte im Zusammenhang mit Aktionen während der CeBIT von "wunderbaren Bildern einer kampffähigen Gewerkschaft" gesprochen, die über Deutschlands Grenzen hinaus sichtbar sein sollten. Die CeBIT selbst solle aber nicht bestreikt werden, hatte ein ver.di-Sprecher gesagt. Es sei aber mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. (dpa/tc)