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Merrill Lynch: CIOs halten sich weiter zurück

31.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die amerikanische Investment-Bank Merrill Lynch hat bei ihrer regelmäßigen Befragung amerikanischer und europäischer CIOs (Chief Information Officers) ermittelt, dass die IT-Investitionen weiterhin auf Sparflamme köcheln. Im ersten Quartal 2002 seien weiterhin Projekte verschoben und die Ausgaben konservativer behandelt worden. Der traditionelle Aufschwung zum Ende des Jahres werde heuer vermutlich ausbleiben. "CIOs werden in diesem Jahr wohl fürs Nichtausgeben bezahlt", mutmaßt Senior Technology Strategist Steve Milunovich.

Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse der Befragung keineswegs einheitlich ausfielen. Während einige CIOs die Zukunftsaussichten pessimistischer malen, gibt es auch Kollegen, die bereits wieder mehr Optimismus verbreiten als bei den letzten Befragungsrunden. Wenn Unternehmen wieder mehr Geld ausgeben, dann tun sie es zunächst für Unternehmenssoftware, mit der sie Rechnungswesen oder Fertigung abwickeln - gute Nachrichten mithin für SAP, Oracle und Co. Ebenfalls weit oben auf den Prioritätenlisten stehen Security und Disaster Recovery, CRM (Customer Relationship Management), EAI (Enterprise Application Integration), Storage sowie E-Commerce. Die CIOs wollen laut Merrill Lynch zunächst in Software, dann in Server, Netze, Service-Systeme sowie PCs investieren, wenn die Ausgaben wieder steigen.

Weitere Informationen finden Interessierte in dieser (englischsprachigen) PDF-Datei. (tc)