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Merril Lynch senkt Prognosen für den PC-Markt

01.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bedingt durch die Anschläge auf das World Trade Center und eine sich abzeichnende weltweite Rezession senkt die US-Investmentbank Merril Lynch ihre bisherigen Prognosen für den PC-Markt. Eine Erholung wird frühestens in einem Jahr erwartet. In einer Ende September veröffentlichen Studie prophezeit die Bank einen Rückgang der Verkaufszahlen und Umsätze sowie einen starken Preiseinbruch. So sollen in diesem Jahr statt der erwarteten 140 Millionen PCs nur 126 Millionen Stück über den Ladentisch gehen. Für 2002 rechnen die Analysten jetzt nur noch mit 132 Millionen verkauften Rechnern anstelle der prognostizierten 155 Millionen. In diesem Zusammenhang sieht Merril Lynch auch die Einnahmen bei den Herstellern in diesem Jahr um 17,6 Prozent zurückgehen und im nächsten Jahr stagnieren. Bislang war die Bank von einem Umsatzeinbruch von 13,7 Prozent und einem darauffolgenden Wachstum

in Höhe von 9,9 Prozent ausgegangen. Bedingt durch die sinkende Nachfrage sollen die Rechnerpreise dieses Jahr im Durchschnitt um 12,3 Prozent fallen, 2002 um 9,5 Prozent. Auch den erwarteten Aufschwung auf dem PC-Markt verschoben die Analysten um ein halbes Jahr auf das dritte Quartal 2002.