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Mercury kündigt Entlassungen an

11.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mercury Interactive wird nach einem schwachen Quartalsverlauf "weniger als fünf Prozent" der rund 2660-köpfigen Belegschaft abbauen. Wie der auf Software für Business Technology Optmization (BTO) spezialisierte Anbieter bekannt gab, will er mit diesem Schritt die Kostenstruktur enger an die Umsatzentwicklung anpassen. Angaben zur Höhe der angepeilten Einsparungen machte Mercury nicht, da diese von den betroffenen Niederlassungen und Mitarbeitern abhängig sei.

Das Unternehmen aus Mountain View, Kalifornien, hatte bereits in der vergangenen Woche eine Gewinn- und Umsatzwarnung für das abgelaufene zweite Quartal 2005 ausgegeben. Nach aktuellen Schätzungen geht Mercury demnach davon aus, dass die Erlöse wegen der schwachen Nachfrage in Europa nur 200 bis 205 Millionen Dollar betrugen. Im April hatte die Company noch Einnahmen zwischen 205 und 215 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Die Gewinnerwartung (vor Sondereffekten) je Aktie trimmte der Softwarehersteller auf 30 bis 35 Cent. Zuvor hatte Mercury noch einen Pro-Forma-Profit zwischen 33 und 37 Cent pro Anteil angepeilt.

Die Kalifornier warnten außerdem davor, dass sie wegen ihrer Vergabepraxis von Aktienoptionen in das Visier der Ermittlungsbehörden geraten seien. (mb)