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Merant verkauft Microfocus wieder

13.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die aus der Fusion von Intersolv und Microfocus entstandene anglo-amerikanische Softwareschmiede Merant hat gestern eine weit reichende Restrukturierung angekündigt. Sie verkauft den Cobol-Geschäftsbereich Merant Microfocus für 61,7 Millionen Dollar an die US-Beteiligungsgesellschaften Golden Gate Capital und Parallax Capital Partners und will sich künftig ausschließlich auf E-Commerce-Lösungen fokussieren. Gleichzeitig nimmt CEO (Chief Executive Officer) Gary Greenfield seinen Hut. Er bleibt aber noch so lange im Amt, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Das Cobol-Geschäft sei im vergangenen Jahr um 19 Prozent zurückgegangen und habe das Wachstum im E-Commerce-Umfeld "unterminiert", begründete Merant seine Entscheidung. Für das abgeschlossene Geschäftsjahr (Ende: 30. April) wies das Unternehmen auf Basis von 309,2 Millionen Dollar Umsatz einen Nettoverlust von 29,5 Millionen Dollar aus. Abzüglich außergewöhnlicher Belastungen ergab sich allerdings ein Vorsteuergewinn von 18,1 Millionen Dollar. Im Vorjahr betrugen Umsatz und Nettoverlust 334,2 und 2,4 Millionen Dollar.