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Transparenzbericht

Mehr Regierungen bitten Google um Nutzerdaten

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Der aktuelle Transparenzbericht des Suchmaschinenriesens zeigt: Immer mehr öffentliche Institutionen fordern die Herausgabe von Nutzerdaten.
Deutschland liegt mit 1533 Anfragen auf dem fünften Platz.
Deutschland liegt mit 1533 Anfragen auf dem fünften Platz.
Foto: Google

Staatliche Behörden verlangen von Google immer häufiger die Herausgabe von Nutzerdaten. Die Zahl von Anfragen an den Suchmaschinenanbieter stieg allein in der ersten Jahreshälfte 2012 weltweit auf knapp 21.000, wie der Transparenzbericht von Google zeigt. Einsamer Spitzenreiter in der veröffentlichten Liste sind die USA mit fast 8000 solchen Fällen. Dahinter folgen Indien (2319) und Brasilien (1566). Deutschland liegt mit 1533 Anfragen auf dem fünften Rang.

Erstaunlich ist für William Echikson, Leiter des Transparenzbüros von Google, die Tatsache, dass vor allem demokratische Staaten Auskünfte über ihre Bürger anfordern. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 stieg die Zahl der Anfragen um rund 5000. Im ersten Jahr der Veröffentlichung des Transparenzberichts 2009 lag sie noch bei 12.500.

Auch bei Löschanfragen aus dem Suchindex stieg die Gesamtzahl: Rund 1800 Ersuche zum Löschen von Nutzerdaten, etwa aufgrund von Verleumdungen oder jugendgefährdenden Inhalten, wurden an Google gestellt. Ein Plus von 743.