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Sitzungskontrolle bei googlemail

Mehr Datensicherheit bei Googles E-Mail-Dienst

08.07.2008
Von pte pte
Google hat ein Feature vorgestellt, das mehr Sicherheit für Nutzer seines E-Mail-Diensts verspricht.

Den Usern wird angezeigt, ob derzeit Sitzungen auf anderen Computern geöffnet sind und es besteht die Möglichkeit, diese per Remote-Zugriff zu beenden. "Ein E-Mail-Account kann viele persönliche Informationen enthalten, von Bankmitteilungen bis hin zu Liebesbriefen", betont Google-Mail-Entwickler Erwin D'Souza im offiziellen Blog. Solche Daten können nun besser geschützt werden: Hat beispielsweise ein User eine Sitzungen auf einem anderen Computern irrtümlich nicht beendet, kann er diese von seinem aktuellen Standort aus schließen und so einen unbefugten Zugriff auf sein Account verhindern.

So sieht der Gmail-Nutzer die Session-Control-Infos.
So sieht der Gmail-Nutzer die Session-Control-Infos.

Am unteren Ende der Inbox wird dem Nutzer angezeigt, ob aktuell Sitzungen auf anderen Geräten laufen. Das kann beispielsweise vorkommen, wenn ein User von verschiedenen Computern aus auf ein Konto zugreift - daheim, in der Arbeit, bei Freunden und so weiter - und an einem Gerät auf ein korrektes Logout vor einem Ortswechsel vergisst. Die nicht beendete Sitzung stellt dann ein Sicherheitsrisiko dar, da Unbefugte einfach Zugriff auf Account-Inhalte bekommen können. Das Wissen um offene Sitzungen allein hilft freilich wenig, doch hat Google zudem ein Remote-Sign-Out implementiert. Der Anwender kann somit von seinem aktuellen Computer aus sämtliche Sitzungen auf anderen Geräten beenden und dadurch seine Daten schützen.

In einer detaillierten Übersicht kann auch eine komplette Liste der jüngsten Account-Zugriffe abgerufen werden. Geräte, von denen aus auf den Account zugegriffen wurde, werden dafür anhand ihrer IP-Adressen identifiziert und die Zugriffszeiten vermerkt. Das bietet Anwendern eine zusätzliche Kontrollmöglichkeit: Wer die selbst genutzten IP-Adressen und die eigenen Zugriffszeiten kennt, kann somit nachvollziehen, ob wirklich nur er selbst im eigenen Account aktiv war. Eine Erleichterung für weniger technikaffine User bildet dabei die Tatsache, dass die Adresse des aktuell genutzten Computers jeweils in der Liste angezeigt wird. Somit ist relativ leicht zu erkennen, welche IP-Adressen man typischerweise nutzt.

Das Rollout des Features erfolgt D'Souza zufolge derzeit mit der neuesten Version des E-Mail-Dienstes Gmail. Dieser heißt ausschließlich in Deutschland aus rechtlichen Gründen "Google Mail" und muss dort unter mail.google.com aufgerufen werden. (pte)