Studie Autonomes Fahren 2015

Mehr Akzeptanz für das selbstfahrende Auto

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Das selbstfahrende Auto scheint unter deutschen Autofahrern umstritten. Eine aktuelle Studie der puls Marktforschung GmbH will nun belegen, dass die Deutschen dem autonomen Fahren tatsächlich aber mehr Akzeptanz entgegenbringen.

Egal ob Manager, Arbeiter oder Student - beim Thema Auto sind sich die meisten Deutschen einig: Wesentlicher Bestandteil der Faszination ist das Fahrerlebnis selbst. Deshalb ist das autonom fahrende Fahrzeug unter den Autofahrern in Deutschland auch entsprechend umstritten.

Die Automobilindustrie reagiert darauf mit einer Strategie der "kleinen Schritte". Nach und nach werden die Fahrzeuge mit immer weiter eingreifenden Fahrassistenz-Systemen ausgestattet. Die für das Jahr 2016 geplante, neue Generation der Luxuslimousine Audi A8 soll bereits autonomes Fahren erlauben - bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Erst vor kurzem ließ US-Elektroauto-Pionier Tesla zudem verlauten, dass das Erfolgsmodell Model S in den USA im Laufe des Jahres 2015 Funktionen für autonomes Fahren per Online-Update erhalten soll.

Eine aktuelle Studie will belegen: die Akzeptanz der Deutschen für autonomes Fahren steigt.
Eine aktuelle Studie will belegen: die Akzeptanz der Deutschen für autonomes Fahren steigt.
Foto: puls Marktforschung GmbH

puls-Studie zeigt gesteigerte Akzeptanz im Jahr 2015

Diese schrittweise Heranführung der Autofahrer an das selbstfahrende Auto scheint Wirkung zu zeigen. Zumindest will das eine aktuelle Studie des Marktforschungs-Unternehmens puls belegen. Zu diesem Zweck wurden 1003 Autokäufer in Deutschland befragt, wie sie die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen einschätzen.

Das Ergebnis: Fast jeder zweite Befragte äußerte Skepsis beim Thema autonomes Fahren. Allerdings stieg der Anteil der Befürworter im Vergleich zum Jahr 2012 laut puls von 22 auf 32 Prozent. Geht es um die tatsächliche Nutzung solcher Fahrzeuge, bevorzugen laut der puls-Studie 49 Prozent der Befragten das herkömmliche Fahren, 43 Prozent semiautonomes Fahren. Lediglich fünf Prozent würden ein vollständig autonom fahrendes Auto bevorzugen.

Autonomes Fahren und die Folgen

Auch zu den zu erwartenden gesellschaftlichen Veränderungen durch autonomes Fahren wurden die Teilnehmer befragt. Über 50 Prozent gaben dabei an, das selbstfahrende Automobil werde die Mobilität von Menschen die - körperlich bedingt - bisher kein Auto fahren können, verbessern. Eine Entschärfung der Stau-Situation im Straßenverkehr erhoffen sich 40 Prozent der Befragten, eine Senkung des Spritverbrauchs 32 Prozent.

Um die Akzeptanz der Autofahrer über die nächsten Jahre weiter zu steigern, richtet sich puls-Geschäftsführer Konrad Weßner mit einem Appell an die Industrie: "Automobilhersteller und Händler sollten die Features teilautonomer Fahrzeuge zum Beispiel durch Probefahren erlebbar machen und sich als Trendsetter dieser Zukunftstechnologie profilieren."