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Mega-IT-Projekt der britischen Gesundheitsbehörde kämpft mit Problemen

02.08.2006
Ein mehrtägiger Systemausfall legte die Patientenverwaltung lahm. Ärzte und Pflegepersonal mussten wieder zu Bleistift und Papier greifen.

Erneut haben Pannen das weltweit größte zivile IT-Projekt erschüttert. Am 30. Juli brach im Norden und Westen Großbritanniens in 80 Einrichtungen des National Health Service (NHS) das System zur Verwaltung der Patientendaten zusammen. Die Mitarbeiter in den Hospitälern und Ambulanzen mussten alle Informationen schriftlich aufnehmen.

Grund dafür war ein Ausfall im Maidstone-Rechenzentrum des Dienstleisters CSC. Laut NHS-Angaben traten die Probleme während eines System-Updates auf. Es seien aber keine Daten verloren gegangen, versicherten die Verantwortlichen. CSC arbeite zusammen mit seinem Vertragspartner Hitachi unter Hochdruck daran die Systeme zum Laufen zu bringen. Bis zum Donnerstag, 3. August, soll die IT-gestützte Patientenverwaltung wieder funktionieren.

Der Serviceanbieter CSC ist einer von vier Partnern mit denen die NHS-Verantwortlichen das Mammut-Projekt "Connecting for Health" (CFH) vorantreiben. Damit soll die gesamte Landschaft des britischen Gesundheitssystems modernisiert werden. Unter anderem sollen rund 900 000 PCs vereinheitlicht sowie alle Krankenhäuser und Ärzte an ein gemeinsames IT-System angebunden werden. Ziel ist, das Gesundheitssystem effizienter auszulasten.