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MCI-Übernahme: Qwest gibt sich nicht geschlagen

31.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Carrier Qwest erweist sich abermals als schlechter Verlierer. Nachdem sich MCI nun bereits zum zweiten Mal für ein niedrigeres Übernahmeangebot des Wettbewerbers Verizon entschieden hat, arbeitet die Telefongesellschaft aus Denver, Colorado, Presseberichten zufolge an einer neuen Offerte. Möglicherweise versucht Qwest damit, die MCI-Aktionäre auf seine Seite zu bringen und die Übernahme gegen den Willen des Verwaltungsrats zu erzwingen. So bezeichnete ein Sprecher des mexikanischen Investors Carlos Slim Helú, der mit einem Anteil von 13,7 Prozent größte Einzelaktionär von MCI, die Verizon-Offerte gegenüber dem "Wall Street Journal" als "nicht ausreichend". Bereits vor einigen Wochen hatte Qwest außerdem die in Übernahmekämpfen erfahrene Altman Group als Beraterin für den Bereich Investor Relations angeheuert.

Das MCI-Board hatte Verizon vor wenigen Tagen den Zuschlag erteilt, nachdem der Interessent seine Bar-und-Aktien-Offerte auf 23,50 Dollar pro Aktie erhöht, dabei den Baranteil aufgestockt und außerdem einen Schutz für MCI-Aktionäre gegen einen Kursverfall der Verizon-Aktie eingebaut hatte. Mit nahezu acht Milliarden Dollar liegt Verizons Offerte aber immer noch unter den von Qwest gebotenen 8,45 Milliarden Dollar (Computerwoche.de berichtete). (mb)