Kleine Helfer

Maxivista emuliert KVM-Switch

Wolfgang Miedl arbeitet Autor und Berater mit Schwerpunkt IT und Business. Daneben publiziert er auf der Website Sharepoint360.de regelmäßig rund um Microsoft SharePoint, Office und Social Collaboration.
Das Tool "Maxivista" erlaubt auf Softwarebasis die Integration von bis zu drei Zusatz-Displays in einen Windows-Rechner.

Wer mehrere PCs, Note- oder Netbooks besitzt, fragt sich wahrscheinlich früher oder später, wie man diese Geräte über ein reines Filesharing hinaus sonst noch sinnvoll gemeinsam nutzen kann. Praktisch wäre etwa die Verwendung eines Notebook-Displays als Desktop-Erweiterung für den Arbeitsplatzrechner. Schon seit einigen Jahren gibt es dazu das raffinierte Tool "Maxivista", das auf Softwarebasis bis zu drei Zusatzmonitore von Notebooks oder PCs in einen Windows-Rechner integriert. Maxivista überträgt die Bildinhalte statt über Monitorkabel per WLAN, Ethernet, USB oder Firewire und erzeugt damit einen großen Desktop mit bis zu 7.680 x 1.600 Pixel. Programmfenster lassen sich wie bei klassischen Multi-Monitor-Systemen über die Bildschirme aller PCs verteilen, als ob es ein einziger großer Desktop wäre.

Inzwischen hat der Entwickler Bartels Media mit der neuen Version 4 den Funktionsumfang deutlich erweitert. Zunächst einmal stand bei den Neuerungen ein Kompatibilitätsproblem im Vordergrund: Das mit Windows Vista eingeführte restriktivere Treibermodell unterband bisher softwarebasierende, virtuelle Display-Treiber, weshalb Maxivista 3 nur bis zur Version von Windows XP funktionierte. Die neue Version ist laut Hersteller die erste Software, die per virtuellen Treiber auch unter Vista und Windows 7 eine Bildschirmerweiterung möglich macht.

Als neue Funktion hinzugekommen ist nun ein Fernsteuermodus, mit dem man per Software einen KVM-Switch emulieren kann. Eine Maus und eine Tastatur reichen also aus, um an mehreren eigenständigen Windows-Rechnern arbeiten zu können. Die Bedienung des virtuellen KVM ist denkbar simpel: Man zieht den Mauszeiger einfach auf den Bildschirm des nächsten Geräts - automatisch folgt dann auch die Tastatur. Eine sinnvolle Ergänzung dazu ist die über das Netzwerk geteilte Zwischenablage. Sobald ein Objekt auf dem aktiven PC in die Zwischenablage befördert wird, synchronisiert Maxivista diese mit den anderen Desktops, so dass die Inhalte auch dort zur Verfügung stehen.

Auch das Duplizieren eines Bildschirms auf den eines anderen Rechners, Spiegeln genannt, ist möglich, momentan allerdings nur auf einem einzigen Zusatz-PC. Maxivista 4 besteht aus einer Server-Komponente für den Zentral-PC sowie einer Client-Komponente für bis zu drei weitere Geräte. Bei der Installation wird der Anwender gefragt, welche Client-Komponente er benötigt, anschließend muss er dieses Paket noch händisch auf den jeweiligen Client-Rechnern installieren.

Maxivista gibt es in drei Varianten: Standard kostet 30 Euro und beschränkt sich auf die Bildschirmerweiterung, Professional für 40 Euro verzichtet auf die Funktionen Desktop-Spiegelung und schnelle Bildübertragung, während das Vollprodukt Mirror Pro mit 100 Euro zu Buche schlägt. Unter download.maxivista.de kann eine 14 Tage lauffähige Demoversion heruntergeladen werden.

CW-Fazit

Maxivista 4 erweitert den Desktop auf ein Zweit- und Dritt-Notebook und emuliert per Software einen Vierfach-KVM-Switch.