Matrix interaktiv

17.12.2003
Von Bettina Wirth
Eng verflochten haben die Entwickler von Atari Helden und Handlung mit dem Kinofilm „The Matrix: Reloaded“. Hintergrundwissen aus dem ersten Leinwand-Epos ist deshalb unerlässlich.

Eng verflochten haben die Entwickler von Atari Helden und Handlung mit dem Kinofilm „The Matrix: Reloaded“, der im Mai dieses Jahres startete. Hintergrundwissen aus dem ersten Leinwand-Epos ist unerlässlich: Maschinen züchten Menschen in Waben heran und nutzen die menschliche Bioenergie als Stromquelle. Mittels einer Computersimulation, der Matrix, gaukeln sie ihnen ein normales Leben vor.

Eine Hand voll Rebellen führt in den Abwasserkanälen der Maschinenwelt einen verzweifelten Kampf um ein selbstbestimmtes Leben. In „Enter the Matrix“ spielen Sie eine Parallelhandlung zum Kinostreifen, in der Sie die Filmhelden unterstützen.

Genial für Spielgenuss und Atmosphäre sind die realen Videosequenzen: neue Szenen, die im Kinofilm nicht vorkommen und nur für das Computerspiel gedreht wurden. Allerdings kann nur, wer Matrix Reloaded gesehen hat, sich aus diesen Filmhappen die Spielhandlung zusammenreimen, denn inhaltliche Klarheit bringen die Sequenzen nicht.

Als Spielcharakter stehen Niobe, die Matrix-Fans aus der Filmfortsetzung wohlbekannt ist, und ein Mann namens Ghost - Niobes Erster Offizier - zur Auswahl. Spielen lassen sich beide letztlich gleich, und die simple Steuerung ermöglicht auch Anfängern die faszinierenden Matrix-Moves. In der Lara-Croft-typischen Von-hinten-Perspektive schießen und prügeln sie sich durch insgesamt 58 Levels. Die sind teilweise ein wenig langatmig. Aber dank der spektakulären Martial-Arts-Kämpfe und des Zeitlupenmodus, hier Fokus genannt, stimmt die Action.

Wie in den Filmen weichen Sie heranzischenden Kugeln aus und schalten mit gezielten Schlägen und Tritten Ihre Gegner reihenweise aus. Fokus und Gesundheit verbrauchen sich zwar, laden sich aber in Kampfpausen von selbst wieder auf. Auch wenn die Missionen einen nicht immer vom Hocker reißen, so ist den Machern des Matrix-Kosmos doch ein guter Wurf gelungen.

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