CeBIT

Materna springt auf die Cloud

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Mit einem Cloud-Angebot für Schulungsanbieter steigt der Dortmunder IT-Dienstleister Materna in das Geschäft mit der Wolken-IT ein.

Cloud Computing, Virtualisierung und Automatisierung stehen auch bei der Materna GmbH auf der Prioritätenliste ganz oben. "Cloud Computing wird kommen und ist zum Teil schon da", erklärte Uwe Scariot, Leiter der Business Unit Information auf der CeBIT. Als erste Lösung in diesem Kontext stellte der Anbieter "Training in a Cloud" vor. Schulungsanbieter sollen damit ihre Trainingsumgebungen automatisiert einrichten und so den Verwaltungsaufwand reduzieren können. Das Angebot basiert auf "Orbis", einem Steuerungs- und Verwaltungssystem für Trainingsanbieter, für das Materna eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 300 Kunden gewonnen hat.

Unternehmen seien damit in der Lage, virtuelle Schulungsumgebungen zu betreiben und individuell einzurichten, wirbt Materna. Dazu bräuchten sie kein spezielles Wissen über die zu verwaltende IT-Infrastruktur. Die Schulungsteilnehmer greifen in diesem Szenario über das Internet auf ihre jeweilige Umgebung zu. Ein weiteres Angebot richtet sich an Unternehmen, die Ihr Arbeitsplatzmanagement mit Hilfe von virtuellen Desktops automatisieren und effizienter gestalten möchten.

Scariot räumte ein, dass viele potenzielle Cloud-Nutzer derzeit noch Sicherheitsbedenken hegen. Er sieht dieses Problem indes vor allem in Public Clouds. Naturgemäß scheuten Unternehmen davor zurück, geschäftskritische Daten in die Wolke zu geben, so der Manager: "Der erste Sieg des Cloud-Konzepts wird deshalb nur punktuell in der Public Cloud sondern eher in der Private Cloud errungen werden." Materna folge dieser Entwicklung, indem man Kunden dabei helfe, zunächst private Clouds einzurichten und diese schrittweise durch Services aus der öffentlichen Cloud zu erweitern. (wh)