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Materna schnürt Beratungspaket WebCheck

04.04.2007
Der IT-Dienstleister bietet Unternehmen eine Reifeprüfung ihrer Web-Präsenzen an.

Oftmals fehlen der IT-Organisation verlässliche Aussagen darüber, wie es tatsächlich um ihr Intranet beziehungsweise den Internet-Auftritt bestellt ist. Folgende Fragen sollten sich IT-Verantwortliche laut Materna stellen: Welche Sicherheitskriterien erfüllt ein System? Sind die Leistungsgrenzen bekannt und die Verfügbarkeitsannahmen der Architektur zutreffend? Passen alle Komponenten und Versionen zusammen? Ist die Systemlandschaft noch aktuell oder werden kostspielige Lizenzen auf veralteten Maschinen vergeudet? Funktioniert die automatische Umschaltung in das zweite Rechenzentrum?

Darüber hinaus sollten IT-Verantwortliche auch die nichttechnischen Faktoren regelmäßig in Augenschein nehmen: Haben sich "aus Effizienzgründen" ehemals klar definierte Abläufe abgeschliffen und sind dadurch Lücken in Bezug auf Sicherheit, Dokumentationen und Prozesse entstanden? Welche Mitarbeiter sind für Sicherheitsvorfälle verantwortlich? Wie werden Störungen erkannt, identifiziert, eingegrenzt und schließlich behoben?

Lassen sich diese Fragen nicht klar beantworten, besteht Nachholbedarf für die IT-Organisation. Materna verspricht hier mit seinem neuen Beratungspaket WebCheck eine schnelle Klärung. Der Service besteht aus fünf Modulen, die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden können und jeweils rund 10.000 Euro kosten:

- WebCheck Basic gibt einen Überblick über die vorhandene Systemarchitektur und Netzwerktopologie sowie die eingesetzten Komponenten, Produkte und Versionen.

- Basierend darauf erfasst, dokumentiert und bewertet WebCheck Performance die aktuelle Leistung des Web-Auftritts und stellt diese der Soll-Performance und den technischen Möglichkeiten der verwendeten Plattform gegenüber. Dabei wird sowohl die Performance einzelner Sessions als auch der Gesamtdurchsatz berücksichtigt. Flaschenhälse innerhalb der Auslieferungskette lassen sich so identifizieren und Verbesserungsvorschläge unterbreiten.

- WebCheck Security kümmert sich um alle Fragen der Systemsicherheit von der Netzinfrastruktur über die Härtung der Server bis zu den Betriebsprozessen.

- WebCheck Stability erfasst, dokumentiert und bewertet die Eignung und Konfiguration der Basisplattform und der verwendeten Frameworks, die Qualität von Code und Dokumentation sowie das Release-, Change- und Configuration-Management.

- WebCheck Cost Cutting schließlich konzentriert sich auf die Dimensionierung, Produktauswahl und das Sizing der Komponenten.

Ein Abschlussbericht liefert Unternehmen die Analyseergebnisse, er beschreibt das Optimierungspotenzial und gibt priorisierte Handlungsempfehlungen.

Für die Performance-Messung von Web-Auftritten gibt es noch eine Reihe anderer spezialisierter Dienstleistungen, etwa von Keynote, Hewlett-Packard (seit der Übernahme von Mercury Interactive) und Gomez (siehe auch Gomez spürt lahme Websites auf). Letzterer bietet solche Services nun auch verstärkt in Europa an und hatte hierzu unlängst den Wettbewerber Sysformance gekauft. Nach Angaben des Gomez-CEOs Jaime Ellertson wachse der Bedarf an solchen Angeboten jährlich um 25 Prozent. (ue/fn)