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Materna meldet leichtes Wachstum

14.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Dortmunder Softwarehaus Materna GmbH steigerte im Geschäftsjahr 2001 seine Einnahmen gegenüber dem Vorjahr von 178 Millionen auf 181 Millionen Euro. Dabei erzielte der Geschäftsbereich Information - diese Sparte schreibt für 46 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich - bei IT-Projekten ein Wachstum um 45 Prozent. So habe sich insbesondere das Geschäft in den Segmenten Kundenbindungs- und Service-Management-Lösungen sowie der Verkauf von E-Business-Software gut entwickelt. Außerdem konnte Materna bei Kunden wie Fairchild-Dornier oder dem Kabelnetz-Betreiber Ish neue Projektaufträge gewinnen. Wachstumschancen für das laufende Jahr erhofft sich der Geschäftsbereich Information vor allem im Infrastruktur- und Asset-Management sowie beim Service- und Customer-Relationship-Management. Daneben rechnet Materna mit einem zunehmenden

Interesse an Enterprise-Portalen.

Im Bereich Communication, dieser trug im vergangenen Jahr etwa 44 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei, glänzte den Dortmundern zufolge das Geschäft mit SMS-Diensten. Hier konnte Materna eigenen Angaben zufolge im Ausland weitere Märkte erschließen. Bei der Einführung des Dienstes Festnetz-SMS verzeichnete das Unternehmen bei den Nutzungszahlen monatliche Zuwachsraten von über 50 Prozent. Auch "Anny Way Mobility Services", eine gemeinsam mit HP entwickelte Lösung, habe sich reger Nachfrage erfreut. Als einen der Wachstumsfaktoren der Sparte im laufenden Jahr sieht Materna den Dienst Premium-SMS. Dabei handelt es sich um Kurznachrichten, bei denen der Kunde - ähnlich wie bei 0190-Nummern - gegen einen Preisaufschlag Informationen erhält oder an einem Gewinnspiel teilnehmen kann. Die Abrechnung erfolgt über die Mobilfunkrechnung. Die Softwareschmiede will gemeinsam mit anderen Unternehmen, Werbeagenturen und Netzbetreibern entsprechende Business-Modelle

entwickeln und technisch umsetzen. Außerdem bietet Materna Netzbetreibern Hard- und Softwarekomponenten für die noch in diesem Jahr erscheinenden Multimedia-Messaging Services (MMS) an. Zur Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr wollte sich das Unternehmen nicht äußern, erklärte jedoch, man habe wie im Vorjahr schwarze Zahlen geschrieben. (mb)