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Mastercard vor Migration auf IP

24.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Kreditkartenriese Mastercard (hierzulande als Eurocard geläufiger) steht vor "dem größten Technologiewechsel seiner Geschichte": Das Unternehmen will seine Zahlungen im Rahmen seines "Global Clearing Management System" (GCMS) künftig über ein Netz auf Basis des Internet Protocol (IP) abwickeln. Das Abrechnungsnetz wird die rund 20.000 Mitgliedsbanken mit Händlern und anderen Points of Sale verbinden. Im dritten Quartal soll das IP-Netz in Betrieb gehen, erste Banken sollen noch im Laufe dieses Jahres umsteigen. Der zuständige Projektkoordinator Rob Reeg kündigte an, es werde aber bis ins Jahr 2003 hinein dauern, bis alle geplanten Anwendungen verfügbar seien und die Umstellung abgeschlossen sei. Nicht verraten wollte der Senior Vice President of Systems Deployment, wie viel Mastercard in den technischen Wandel investiert.

Die Entwicklung des GCMS begann bereits vor fünf Jahren. Seinerzeit wurde das vorhandene globale "Banknet" auf VPN-Technik (Virtual Private Network) umgestellt; dieser Prozess wurde im Jahr 1998 abgeschlossen. Nun sollen ein neues Clearing-System sowie rund um den Globus verteilte regionale Service-Center hinzugefügt werden. Dies soll die Verarbeitungsgeschwindigkeit deutlich steigern und lokalisierte Dienste (Transaktionen in Landeswährung, regionale Sondergebühren etc.) ermöglichen.