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Massenspeicherverkäufe boomen

03.03.2006
Das Geschäft mit Massenspeichermedien wächst kräftig. Nach Angaben von IDC legten die Verkäufe von Speichersystemen im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent zu.

2004 hatte die Zunahme gegenüber 2003 lediglich drei Prozent betragen. IDC sagte, der Niedergang der Verkäufe von Massenspeichermedien in den Jahren 2001 und 2002, die auf den wirtschaftlichen Verfall nach dem Platzen der Dotcom-Blase zurückzuführen war, habe sich in einen Boom gewandelt. Seinerzeit war der Absatz jeweils um rund 20 Prozent geschrumpft.

IDC macht für den jetzt erlebten Zuwachs nicht nur die sprunghaft steigenden Datenvolumen in Unternehmen verantwortlich. Auch die fallenden Preise in diesem Marktsegment trügen dazu bei, dass Anwender bereitwilliger ihre Geldbörsen öffneten, um sich zusätzlichen Speicher zu kaufen. Die Branche berechnet das Preis-Leistungs-Verhältnis dabei nach den Kosten, die Käufer pro Byte zu zahlen haben. Dieser Wert sinkt kontinuierlich. Anwender sind deshalb bereit, in die Absicherung und die Ad-hoc-Speicherung ihrer Daten mehr zu investieren, sagte IDC.

2005 summierten sich die Verkäufe von Massenspeichern weltweit auf 24 Milliarden Dollar. Die Massenspeicherkapazität, die Hersteller auslieferten, stieg um 55 Prozent.

Am meisten Musik ist in den Verkäufen von Midrange-Systemen. Diese definiert IDC als solche, die zwischen 50.000 and 149.999 Dollar kosten, sagte IDCs Senior Research Analyst Natalya Yezhkova. "Dieses Produktsegment erlebte mit einer Milliarde Dollar Umsatz allein im vierten Quartal 2005 einen erheblichen Zuwachs", sagte Yezhkova.

Gewinner im vierten Quartal: Dell und IBM

Im Marktsegment der externen Disk-Arrays konnten von den weltweit fünf größten Anbietern lediglich IBM und Dell Marktanteile hinzugewinnen. IDC führt Dells Erfolgsgeschichte dabei vor allem auf die Verkäufe von EMC-Systemen zurück. Mit diesen hat der Direktanbieter ein Vermarktungsabkommen. Die vergleichsweise guten Ergebnisse von Big Blue im vierten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum seien hingegen auf IBMs relativ schwaches Ergebnis der letzten drei Monate 2004 zurückzuführen. Das vierte Quartal 2005 sei für das größte IT-Unternehmen weltweit demgegenüber das stärkste seit vier Jahren gewesen.

EMC hat im Markt für externe Massenspeichermedien im vierten Quartal 2005 mit einem Anteil von 21 Prozent die Spitzenposition inne. Es folgen Hewlett-Packard (HP) mit 18, IBM mit 16, Dell mit neun und Hitachi mit sieben Prozent Marktanteil. Dell (54 Prozent plus) und IBM (47 Prozent plus) erwirtschafteten den größten Umsatzzuwachs im Jahresvergleich.

Im SAN- und NAS-Markt (= Storage Area Network und Network Attached Storage) liegt EMC im vierten Quartal 2005 nach den Zahlen von IDC mit einem Marktanteil von 27 Prozent ebenfalls vorne. HP belegt Platz zwei mit 20, IBM Rang drei mit 14 Prozent. Auch hier wuchsen Dell und Big Blue mit 65 respektive 55 Prozent am stärksten. (jm)