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Markus Rex wird Technikchef der Linux Foundation

25.07.2007
Der langjährige CTO von Suse und Topmanager von Novell koordiniert sämtliche technischen Initiativen der Industrie- und Entwicklervereinigung.
Foto: www.crn.de

Gestern hat die Linux Foundation (LF) Markus Rex zu ihrem Chief Technology Officer (CTO) ernannt. Diese Position war vakant, seit kürzlich der bisherige LF-Technikchef Ian Murdock, einer der Mitbegründer der Linux-Distribution Debian, auf die Chefstelle für Betriebssysteme bei Sun Microsystems gewechselt ist (mehr hier). Rex genießt in Open-Source-Kreisen viel Anerkennung. Er war von 1999 bis Februar 2003 Entwicklungschef bei der damals noch selbständigen Nürnberger Suse Linux AG. In dieser Zeit wuchs bei dem Distributor die Zahl der fest angestellten Linux-Entwickler von 15 auf mehr als 200. Mit der Übernahme von Suse durch Novell wurde Rex beim neuen Unternehmen Vice President für Suse Linux, später CTO der Open Platform Solutions Group und zuletzt Vice President of Services Strategy.

Seinen Job bei Novell wird Rex nicht verlieren, vielmehr hat ihn der Brötchengeber freigestellt; denn sein neuer Job ist vorerst zeitlich befristet bis Ende 2008. Die Aufgabe von Rex bei der Linux Foundation wird darin bestehen, dort sämtliche technischen Initiativen zu koordinieren. Das reicht vom Linux-Standardisierungsprozess Linux Standard Base (LSB) bis zu LF-Arbeitsgruppen für spezifische Themen wie Open Printing. Außerdem vertritt Rex die technischen Entwicklungen der LF gegenüber den Mitgliedern, ihrem technischen Beirat (eine Repräsentanz der Kernel-Community) und der Öffentlichkeit. Die Linux Foundation ist hervorgegangen aus der Vereinigung der Open Source Development Labs (OSDL) und der für LSB-Standardisierung verantwortlichen Free Standards Group, FSG (mehr hier). Rex war bisher schon Mitglied im Aufsichtsrat der FSG und die Linux Foundation. (ls)