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Marktforscher: Mobiles Breitband wird nur mit Flatrate ein Erfolg

08.03.2006
Die Auguren von Informa Telecoms und Media gehen davon aus, dass bis Ende 2006 alle wichtigen europäischen Mobilfunknetze auf den breitbandigen Übertragungsstandard HSDPA aufgerüstet werden.

Die Technik und die Verfügbarkeit der Geräte, so die britischen Marktforscher von Informa, sind in Sachen HSDPA nicht mehr das Problem. In ihren Augen hängen die Erfolgsaussichten für die breitbandige Übertragungstechnik im wesentlichen von der Preispolitik der Carrier ab.

"Im Festnetz wurde der Breitbandzugang erst ein Erfolg, als sich die Betreiber zu Flatrates mit Monatsgebühren um die 25 Euro durchringen konnten", gibt Devine Kofiloto, Principal Analyst bei Informa, zu bedenken. "Wollen die Mobilfunkbetreiber wirklich das Datenvolumen in ihren Netzen steigern, dann müssen sie sich an den Erfolgsfaktoren der Festnetzbetreiber orientieren", so Kofiloto weiter.

Erste Anzeichen dafür, dass die Preisentwicklung in diese Richtung geht, wollen die Marktforscher von Informa bereits ausgemacht haben. Zwar würden sich die Mobilfunker noch immer gegen eine echte Flatrate sträuben, doch Volumenpakete mit 1 oder 2 GB kämen dem Gedanken einer Flatrate bereits sehr nahe. Im Schnitt muss der europäische Benutzer laut Informa dafür zwischen 50 und 70 Euro bezahlen. Dabei sehen die Auguren aber noch Luft für eine weitere Preisentwicklung nach unten. (hi)