BITKOM

Markt für IT-Produkte steigt kräftig

14.06.2011
Der Markt für IT-Produkte und -Dienstleistungen legt nach Angaben des Branchenverbands BITKOM in diesem Jahr weltweit weiter kräftig zu.
Foto: BITKOM

In Europa ist allerdings die Last hoher Staatsverschuldung deutlich zu spüren und dämpft die Investitionsbereitschaft in IT-Infrastruktur. Das zeige sich besonders in Ländern wie Großbritannien, Spanien, Griechenland und Irland, teilte der Verband am Dienstag mit. Deutschland habe sich allerdings von diesem Trend abgekoppelt und verzeichne einen Zuwachs von 4,3 Prozent. Damit liegt Deutschland noch vor den USA mit einem erwarteten Plus von 3,9 Prozent. Europaweit liegt der Wert bei 2,9 Prozent und einem Umsatz von 314,6 Milliarden Euro.

Weltweit ist der Aufholbedarf der sogenannten Schwellenländer Treiber der Nachfrage nach Computern, anderer Hardware, Software und IT-Dienstleistungen. "Die aufstrebenden Volkswirtschaften investieren massiv in moderne Technologien", sagte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. In China legt der Markt in diesem Jahr etwa um 11,3 Prozent auf 55 Milliarden Euro zu, in Russland und Indien jeweils um 14,5 Prozent.

In Japan dürfte die verheerende Natur- und Atom-Katastrophe zu einem sinkenden Bedarf führen. Hier rechnet der Verband statt zuvor mit einem leichten Plus mit einem Einbruch um 1,2 Prozent. Die Folgen der Katastrophe seien allerdings regional begrenzt. "Die Situation in Japan hat gleichwohl zu einer Störung der globalen Lieferkette bei der Herstellung von Hightech-Produkten geführt", sagte Scheer.

In der IT- und Elektronik-Branche ist es üblich, dass die Produktion hoch spezialisierter Fertigungsteile wie etwa bestimmte Displays in der Hand weniger oder einzelner Hersteller liegt. Dieses sogenannte "Single Sourcing" werde aufgrund der Erfahrungen in Japan derzeit überprüft, hieß es.

Für die Prognosen bezieht sich der BITKOM auf Berechnungen des EITO (European Information Technology Obersvatory), einem eigenen Forschungsinstitut, das unter anderem mit Marktforschern von IDC und GfK zusammenarbeitet. (dpa/tc)