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Adobe Digital Index Report

Markt für digitale Werbung wächst weiter stark

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Adobe hat die Ergebnisse seines neuen Digital Index-Reports vorgestellt. Er liefert einen Überblick über die Entwicklung des digitalen Werbemarktes im ersten Quartal 2012 und eine Prognose für den Rest des Jahres.

Der Report zeigt einer Mitteilung zufolge, dass die Ausgaben für digitale Werbung auf allen Kanälen rasant steigen. Obwohl Facebook-Werbung weiterhin stark zunimmt, bleibt Suche der wichtigste Kanal, mit dem Marketingverantwortliche einen schnellen ROI (Return on Investment) erreichen können. Der Report wurde bislang von Efficient Frontier veröffentlicht, das Adobe Anfang dieses Jahres übernommen hat.

Die wichtigsten Ergebnisse für das erste Quartal 2012:

  • Die Budgets für Facebook-Werbung sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 93 Prozent gestiegen. Das entspricht drei bis fünf Prozent der Gesamtausgaben im Search-Bereich und spricht dafür, das Social Media mittlerweile ein ernst zu nehmender Kanal im Digital Marketing ist.

  • Die Zahl der Facebook-Postings lag im 1. Quartal 2012 um 176 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders signifikant ist der Anstieg der Aktivitäten seit Einführung der neuen Chronik Ende 2011.

  • Die Ausgaben für mobile Werbung machten in den USA im 1. Quartal 2012 rund acht Prozent der gesamten Search-Werbeausgaben aus, in Großbritannien sogar elf Prozent. Auf Tablet-PCs entfielen vier Prozent der in den USA ausgegebenen Search-Budgets. Niedrigere Cost per Click (CPC) auf mobilen Geräte und Tablets trugen letztlich dazu bei, dass Googles CPC im Jahresvergleich um fünf Prozent sanken. Im Gegensatz dazu stiegen die Costs per Click von Bing/Yahoo! im gleichen Zeitraum um 18 Prozent.

  • Die Nutzung von mobilen Geräten, speziell von Tablets, hat sich im Jahresvergleich vervierfacht. Werbetreibende reagierten darauf mit einer Investitionssteigerung von 250 Prozent für mobile Geräte und Tablets.

Der Ausblick auf das zweite bis vierte Quartal 2012 enthält folgende Kernaussagen:

  • In den USA beträgt die erwartete Steigerungsrate für Ausgaben im Search-Bereich - übereinstimmend mit den Makrotrends -für den Rest des Jahres zehn bis 15 Prozent.

  • Der Anteil von Mobile- und Tablet-Werbung an den Gesamtausgaben für Search-Marketing wird bis Ende 2012 voraussichtlich um 15 bis 20 Prozent betragen. Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Tablet-Nutzern werden die Werbeinvestitionen in diesem Bereich auch in Zukunft weiter ansteigen. Mobile- und Tablet-Werbung ist für die Werbetreibenden momentan sehr interessant, da die Cost per Click (CPC) auf Tablets im Vergleich zu den Desktop-CPCs derzeit um 30 Prozent niedriger sind - bei vergleichbaren Konversionsraten.

  • Während die CPC für Facebook-Werbung während der letzten drei Quartale um monatlich je 40 Prozent zunahmen, sind die Cost per Click auf Facebooks "Sponsored Stories" niedriger als für "Marketplace Ads". Dies trägt wahrscheinlich zu dem vorübergehenden Rückgang der CPC bei.

"Die Investitionen in Social Marketing sind im Laufe des letzten Jahres immer stärker in den Fokus von Marketing-Verantwortlichen gerückt. Trotz dieses rasanten Wachstums bleibt Suchmaschinenmarketing weiterhin der wichtigste Treiber für einen schnellen ROI digitaler Marketing-Maßnahmen", kommentiert David Karnstedt, Vice President und General Manager, Advertising Solutions, Digital Marketing Business bei Adobe. Mit der zunehmenden Verbreitung von Tablets biete der Mobile-Kanal neue Möglichkeiten, um kurzfristig effizientere Kampagnen zu realisieren.

Die Analyse der digitalen Marketing-Aktivitäten und der Facebook-Nutzung basiert auf Daten, die mit Technologien von Adobe und seinen Zukäufen Efficient Frontier und Context Optional erhoben wurden. Diese Technologien sind nun Teil der Adobe Digital Marketing Suite. Die Daten basieren auf einem Nutzerindex aus vertikalen Branchen wie Handel, Entertainment, Konsumgüter sowie Finanzwesen.