Marksteiner: Statt Unbehagen ein eigenes Konzept entwickeln\Vorschläge für ein pragmatischeres Software - Engineering

20.06.1981

Von Dipl. Kaufmann Friedel Marksteiner, Mitglied der Geschäftsleitung der ubs Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH, München

Folge 4

- Berücksichtigung des Umstands, daß die gefundenen Lösungen einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen

- Bereitstellung der personellen und materiellen Ressourcen zur Durchführung der Software-Engineering-Aufgaben .

Problembewußtsein läßt hoffen

Es ist zu hoffen, daß das Unbehagen am "Software-Engineering" dazu führt, daß in den nächsten Jahren die erforderlichen Grundlagen durch verstärkte empirische Arbeit von DV-Herstellern, wissenschaftlichen Institutionen, Softwarehäusern und Anwendern - mit Unterstützung der Publizistik, welche ihre Möglichkeiten zur Förderung des gegenseitigen Informationsaustausches einsetzt - geschaffen werden, um das bereits vor zwölf Jahren gesetzte Ziel zu erreichen, Software in hoher Qualität mit wirtschaftlichem Aufwand zu erstellen.

Diesem Ziel kommt sicher ein gestiegenes Problembewußtsein bei allen am Projekt "Software-Engineering" Beteiligten entgegen, welches zwar manche der bisher gefundenen Ergebnisse oder die Form der Vorgehensweise in Frage stellt, keinesfalls aber die Bedeutung des Projektes selbst.

Dem Projektziel wurde uns allerdings auch eine Einstellungsänderung der Projektbeteiligten (sowohl zum Gegenstand des Projekts als auch im Umgang miteinander) näherbringen. Wir sollten auf eine Reduzierung der ideologischen Heilsgewißheit hinarbeiten zugunsten einer offenen, sachlichen, zielorientierten und pragmatischen Einstellung.