SaaS-Markt

Mangel an flexibler marktkonformer Software

08.11.2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Die Unternehmen sind noch immer zögerlich beim Einsatz von Software-as-a-Service-Lösungen. Neben dem Thema Sicherheit stören sich die Anwender am fehlenden Angebot an branchenspezifischer Software, wie eine SoftSelect-Studie ergab.
Daniel Wildmann, StockXchng
Daniel Wildmann, StockXchng
Foto: Daniel Wildman, sxc.hu

Die Anbieter von Unternehmens-Software erweitern ihre ERP-Suiten zunehmend und entwickeln sie zu umfassenden Enterprise-Lösungen fort, die vielfach auch ein eigenes SaaS-Lösungsangebot enthalten und einzelne Module oder auch komplette Systeme für den mobilen Einsatz optimieren. Das ergab die aktuelle Studie "ERP Software 2011" von SoftSelect. Das Hamburger Beratungshaus befragte für die Untersuchung 96 Anbieter und analysierte 139 Lösungen.

Nur 23 Prozent ziehen SaaS-Lösung in Erwägung

Danach können mehr als 40 Prozent der für die Studie untersuchten Lösungen heute bereits als SaaS-Lösung zur Verfügung gestellt werden, 70 Prozent sind im Rahmen eines Application Service Providing (Gesamtheit der Managed Services, Server und Hosting Lösungen) verfügbar. Doch dem Angebot steht noch immer eine verhaltenen Nachfrage der Unternehmen gegenüber. Einer parallel durchgeführten Befragung von ERP-Anwenderunternehmen zufolge können sich nur 23 Prozent der mittelständischen Betriebe vorstellen, innerhalb von drei Jahren auf ASP oder SaaS umzustellen. Trotz des niedrigen Wertes ist der Trend hin zu Offsite-Lösungen unverkennbar: Vor zwei Jahren lag der per Studie ermittelte Akzeptanzwert noch bei 12 Prozent.

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