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Mandrake macht nicht mehr nur Open Source

17.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische Linux-Distributor Mandrakesoft greift nicht mehr in jedem Fall auf die weit verbreitete Open-Source-Lizenz General Public License (GPL) zurück. Seine Firewall-Software Multinetwork Firewall (MNF) offeriert das Unternehmen zwar kostenfrei, wer jedoch Supportdienstleistungen in Anspruch nehmen will, muss eine Version unter einer deutlich restriktiveren Lizenz kaufen. Derzufolge darf das Programm beispielsweise nur auf einem einzigen Rechner installiert werden, wohingegen GPL eine Nutzung auf beliebig vielen Maschinen gestattet. Mandrakesoft stelle im Gegenzug den Support sicher und stelle Updates schneller zur Verfügung, so die Angaben. Das Pariser Unternehmen hofft mit diesem Schritt auf höhere Einnahmen, verweist jedoch gleichzeitig auf die im Vergleich zur Konkurrenz günstigeren Preise. Andere Open-Source-Anbieter verfolgen zum Teil ähnliche Strategien. (wh)