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Mandrake Linux 9.1 unterstützt Notebooks und Windows XP

28.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mandrake hat die unter dem Codenamen "Bamboo" entwickelte Version 9.1 seiner Linux-Distribution fertiggestellt. Trotz beantragten Gläubigerschutzes wird der französische Anbieter auch mit der ab sofort verfügbaren Version seinem Ruf gerecht, neue Technologien sehr schnell zu implementieren. So unterstützt Mandrake Linux 9.1 unter anderem die ACPI-Technologie (Advanced Configuration an Power Interface), mit der sich Notebooks in den stromsparenden Standby-Modus schalten lassen, ohne das Betriebssystem zu beenden. Der Konkurrent Red Hat wollte ebenfalls ACPI-Support in sein für Montag angekündigtes Linux 9 integrieren, hat nach Problemen im Betatest aber davon abgelassen.

Der Konkurrenz voraus ist Mandrake auch mit der Unterstützung von Partitionen, die mit den Windows-2000- und -XP-Versionen des Dateisystems NTFS (New Technology File System) formatiert sind. Die Funktion ist erst ab dem Linux-Kernel 2.4.21 verfügbar, auf dem Linux 9.1 basiert. Red Hat hat sein Linux 9 auf den Kernel 2.4.20 aufgesetzt, der außer auf Linux-Partitionen nur auf das Dateisystem FAT (File Allocation Table) zugreifen kann.

Mit der im Paket enthaltenen Software sind Mandrake-Nutzer gut bedient. Neben den GUIs (Grafical User Interfaces) KDE 3.1 und Gnome 2.2 gibt es unter anderem das Büropaket Openoffice 1.02, den Browser Mozilla 1.3, die Version 2.0 des Web-Servers von Apache und "MandrakeGalaxy", ein GUI-Thema mit Icons und mit in der Darstellung optimierten Schriftarten. Die Distribution beinhaltet außerdem die XFree-Version 4.3 und Samba 2.2.7.

Mandrake Linux ist für 40 Euro in der für Desktops optimierten Variante "Standard" zu haben. Wer 70 Euro ausgibt, bekommt die "PowerPack"-Edition mit erweitertem Softwareumfang. Die "Prosuite" ist laut Hersteller eine Komplettlösung für kleine und mittlere Unternehmen und kostet 200 Euro. (lex)