Drei Top-Leute gehen

Management-Exodus bei Salesforce.com

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der SaaS-Pionier Salesforce.com hat in der vergangenen Woche auf einen Schlag drei Top-Manager verloren.

Einer Pflichtveröffentlichung von Salesforce.com bei der US-Börsenaufsicht SEC zufolge hat President und Chief Strategy Officer Steve Cakebread das Unternehmen zum 1. Februar verlassen. Cakebread war seit 2002 bei Salesforce und arbeitete bis zum vergangenen Jahr als Finanzchef (Chief Financial Officer). Er hatte die Firma schon früher verlassen wollen; seine Familie betreibt übrigens ein angesehenes Weingut im kalifornischen Napa Valley.

Außerdem sind mit Gary Hanna und Dave Orrico zwei führende Vertriebler gegangen. Auch das theoretisch in wirtschaftlichen Krisenzeiten für Kunden besonders interessante SaaS-Modell (Software as a Service, Software via Internet zur Miete) scheint alles andere als immun gegen die Rezession zu sein: Die Marktkapitalisierung des CRM-Hosters (Customer Relationship Management) Salesforce ist seit August um rund 60 Prozent gefallen; allein am vergangenen Freitag gab sie nach Durchsickern der Personalien um fünf Prozentpunkte nach. Salesforce hatte überdies kürzlich seine europäische Anwenderkonferenz abgeblasen und durch ein kostenloses Ein-Tages-Event ersetzt.