Infrastruktur im Rechenzentrum

Mainframe-Migration senkt Kosten für den Betrieb von Rechenzentren

26.11.2008
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Anzeige  Betreiber von Legacy-Mainframe-Systemen werden zunehmend mit wachsenden Verwaltungskosten konfrontiert. Dies und die geringe Flexibilität dürften die Hauptgründe dafür sein, dass allein im letzten Jahr 40 europäische Unternehmen ihre Mainframes auf HPs Itanium-basierte Integrity-Server migriert haben.
Das NB50000c ist HPs erstes fehlertolerantes Blade-System für den unterbrechungsfreien Betrieb (24/7) und soll für maximal verfügbare Betriebszeit und hohe Effizienz sorgen.
Das NB50000c ist HPs erstes fehlertolerantes Blade-System für den unterbrechungsfreien Betrieb (24/7) und soll für maximal verfügbare Betriebszeit und hohe Effizienz sorgen.
Foto: Uli Ries

Durch den Wechsel auf die Integrity-Plattform können Unternehmen nach Angaben von HP die Gesamtkosten für den Betrieb von Rechenzentren durch reduzierte Hardware-Betriebskosten und günstigere Software-Lizenzen um bis zu 70 Prozent senken. Zusätzlich zu kostengünstigerer Administration und größerer Flexibilität punkten die Itanium-Systeme durch eine offene und modulare Architektur, die einen verbesserten Investitionsschutz verspricht.

"[...] Der Intel-Itanium-Prozessor [ist] sehr gut als eine Lösung positioniert, die als Mainframe-Ersatz für unternehmenskritische Applikationen wie [...] ERP, CRM und BI zum Einsatz kommt", meint Intels Joachim Aertebjerg, Director Itanium Business, EMEA. "Die gute Akzeptanz von HP-Integrity-Servern und die Migration von Legacy- Mainframe-Umgebungen auf diese Plattform beweisen uns, dass Itanium den wachsenden Ansprüchen von Branchen mit leistungshungrigen Anwendungen entspricht. Intel wird [...] die Itanium-Plattform kontinuierlich weiterentwickeln."

HP geht davon aus, dass in den nächsten zwölf Monaten weitere 125 europäische Unternehmen auf Integrity-Server umsteigen und sie als zukunftsfähige Plattform für unternehmenskritische Anwendungen nutzen werden. Laut HP werden insbesondere Finanz- und Telekommunikationsunternehmen ihre Legacy-Mainframe-Umgebungen durch Intel-Itanium-Plattformen ersetzen. Zwei neu eingerichtete "HP Mainframe Migration Centre of Excellence" in Madrid und Bukarest sollen Kunden mit spezifischem Know-How, technischer Expertise und Best Practices bei der Mainframe-Migration unterstützen.

Interessierte können kostenlos überprüfen, ob sich ein Umstieg rentiert. Sie füllen auf der HP-Website TCO-Challenge einen Fragebogen aus und erhalten einen Bericht mit einer Schätzung ihrer Total Cost of Ownership (TCO) beim Einsatz der Integrity-Plattform.

Laut IDCs "EMEA Quarterly Server Tracker" vom 28. August 2008 erreichte HP im zweiten Quartal 2008 in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) einen am Umsatz gemessenen Marktanteil von 32,7 Prozent bei den Enterprise-Servern. Die Integrity-Server gewinnen auch innerhalb des Server-Portfolios von HP an Bedeutung: Die Sparte Business Critical Systems erwirtschaftete in Q3 des Geschäftsjahrs 2008 (Mai bis Juli) 78 Prozent ihres EMEA-Umsatzes.