Mainboard im Blick

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Die Suche nach Hardwarefehlern gleicht häufig einem Glücksspiel: Stürzt ein PC immer wieder ab, sind oft zu hohe Temperaturen oder überlastete Netzteile daran schuld. Welche Komponente nun für den Fehler verantwortlich ist, lässt sich oft nur durch Ausprobieren ermitteln. Eine große Hilfe dabei ist die Gratissoftware "Mainboard Monitor 5", kurz MBM5.

Das Tool sammelt die Daten aus Mainboard-Sensoren und gibt so einen umfassenden Überblick über den Zustand des PC. Neben den Temperaturen von Prozessor und Gehäuse erfasst MBM5 die Lüfterdrehzahlen, die verschiedenen Spannungen an den Bauteilen sowie den Prozessortakt. Das Programm unterstützt über 1100 Hauptplatinen und arbeitet mit allen Windows-Versionen zusammen.

Die Art, wie die gesammelten Informationen angezeigt werden, lässt sich einstellen. Standardmäßig zeigt MBM5 nur die aktuellen Temperaturen im System-Tray an. Ebenso können diese jedoch auch auf dem Desktop in Form eines Onscreen-Displays dargestellt werden. Weitergehende Daten präsentiert das Tool als Dashboard. Ferner ermöglicht es, alle Mainboard-Daten mit Schwellwerten zu hinterlegen und Alarme auszugeben, falls diese überschritten werden. MBM5 kann alle Messwerte in Log-Dateien speichern. Um hierbei keine unübersichtliche Datenflut zu erzeugen, lassen sich recht genaue Vorgaben für die Logs festlegen. Auch die Aufzeichnungsintervalle und die Zahl der zu speichernden Messungen sind frei wählbar.

Zwar wird MBM5 nicht mehr weiterentwickelt, trotzdem ist das Tool noch immer auf dem Laufenden: Wem die vorhanden Funktionen nicht ausreichen, der kann auf zahlreiche Plug-ins oder Erweiterungen anderer Programmierer zurückgreifen. So gibt es zum Beispiel einen Zusatz, der MBM5 unter Windows NT, Windows 2000 und Windows XP als Dienst laufen lässt, auch wenn kein User angemeldet ist.

CW-Fazit

Mainboard Monitor 5 sollte keinem Administrator fehlen. Es leistet bei der Fehlersuche an der Hardware sehr gute Dienste.