Wechselwirkungen von Fahrzeugteilen analysieren

Magna Steyr testet Grid-Anwendung

16.04.2004
MÜNCHEN (CW) - Als eines der weltweit ersten Unternehmen nutzt der in Graz ansässige Spezialfahrzeughersteller Magna Steyr ein "Clash-Analysis"-System, das IBM gemeinsam mit dem langjährigen CAD-Partner Dassault Systèmes und dem Grid-Spezialisten Platform Computing entwickelt hat.

Das Zusammenspiel aller Teile eines Fahrzeugs zu analysieren ist eine zeitraubende Angelegenheit. Für gewöhnlich nimmt sie mehrere Tage in Anspruch. Magna Steyr, Entwicklungs- und Produktionspartner von Daimer-Chrysler (Mercedes und Jeep), General Motors (Saab) und BMW, erledigt diese Aufgabe mittlerweile in vier Stunden - dank einer neuen, vernetzte Rechner-Power ausnutzenden IT-Lösung.

Das berichtet jedenfalls die IBM, eines von drei an der Konzeption des Systems beteiligten Unternehmen. Softwaretechnisch basiert die Lösung auf dem von Dassault Systèmes stammenden Designwerkzeug "Catia", dem für das Product-Lifecycle-Management (PLM) ausgelegten Tool "Envia" aus demselben Hause und einer Grid-Management-Software des im kanadischen Toronto ansässigen Anbieters Platform Computing Inc.

IBM kündigt das Lösungspaket als neues Angebot für die Automobil- und Luftfahrtbranche an. Zwei weitere Projekte laufen in Frankreich: beim Institut Français du Pétrole und beim Zentrum für die Mechanikindustrie (Cetim). Der japanische Elektronikhersteller Omron will die Technik ebenfalls nutzen - um seine Produktentwicklung zu beschleunigen. (qua)