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Acht Prozessorkerne nun Standard

Macwelt: Apple aktualisiert Mac Pro und Xserve

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Eine Woche vor der Macworld Expo hat Apple zwei Rechnerfamilien auf den neusten Stand gebracht. Neben verschiedenen Mac-Pro-Modellen, die künftig mit acht Prozessorkernen arbeiten, bringt Apple auch einen modernen Xserve.

Der neue Mac Pro setzt auf die im 45-Nanometer-Verfahren gefertigten Prozessoren Intel Xeon 5400, die mit Taktraten von bis zu 3,2 GHz und einem Level-2-Cache bis 16 MB aufwarten. Jeder Mac Pro hat nun zwei der Quad-Core-Prozessoren eingebaut, in der Grundkonfiguration rechnen die CPUs mit 2,8 GHz Taktrate. Überarbeitet hat Apple nach eigenen Angaben die gesamte Hardwarearchitektur, die beiden unabhängigen Frontsidebusse mit 1600 MHz und der bis auf 32 GB Kapazität erweiterbare 800 MHz DDR2 ECC FB-DIMM Speicher sollen für einen 61 Prozent höheren Datendurchsatz als in den Vorgängermodellen sorgen.

Serienmäßig ist der Mac Pro mit der Grafikkarte ATI Radeon HD 2600 XT Grafikarte mit 256 MB Videospeicher ausgestattet, der Grafikkartensteckplatz des neuen Formats PCI Express 2.0 nimmt optional auch Karten der jüngsten Nvidia-Generation wie die Nvidia Geforce 8800 GT mit 512 MB Videospeicher oder die Nvidia Quadro FX 5600 mit 1,5 GB Videospeicher auf, auch ein 3D-Stereoanschluss ist integriert. Bis zu vier Grafikkarten lassen sich im neuen Mac Pro gleichzeitig betrieben und so bis zu acht 30-Zoll-Displays simultan ansteuern.

Für den Storage bietet der Mac Pro vier interne Festplattenschächte, die sich jeweils mit 1-TB-ATA-Festplatten bestücken lassen. Der Einbau von maximal zwei Superdrives ist zudem möglich. An Schnittstellen bringt der Mac Pro an Vorder- und Rückseite insgesamt fünf USB-2.0-Ports, je zwei Firewire-400- und Firewire-800-Anschlüsse, optische und analoge Audioein- und ausgänge, zwei Gigabit-Ethernet Ports und einen Kopfhörerausgang mit.

Als Betriebssystem liefert Apple Mac-OS X 10.5 Leopard mit, die Tastatur ist das mit dem iMac im August eingeführte flache Aluminium-Keyboard. Im Apple Store und im Fachhandel ist der Mac Pro ab sofort erhältlich und nahezu beliebig konfigurierbar. Prozessoren stehen mit Taktraten von 2,8 GHz, 3,0 GHz und 3,2 GHz zur Verfügung. In der Grundausführung kostet der Mac Pro 2.500 Euro und ist laut Apple wie folgt konfiguriert:

  • - zwei 2.8 GHz Quad-Core Intel Xeon Prozessoren mit zwei unabhängigen 1600 MHz Front Side Bussen;

  • - 2 GB 800 MHz DDR2 ECC DIMM Speicher, auf bis zu 32 GB erweiterbar;

  • - ATI Radeon HD 2600 XT mit 256 MB GDDR3 Speicher;

  • - 320 GB Serial ATA 3GB/s Festplatte mit 7200 U/Min;

  • - 16x SuperDrive mit DL-Support (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW);

  • - zwei PCI Express 2.0 und zwei PCI Express Anschlüsse;

  • - Bluetooth 2.0+EDR; sowie

  • - Apple Keyboard und Mighty Mouse.

Xserve mit Xeon 5400

Auch Apples Rackserver Xserve ist ab sofort mit den Quad-Core-Prozessoren Intel Xeon 5400 ausgestattet. Apple verspricht in der neuen Fassung schnellere Frontside-Busse und Arbeitsspeicher, die zwei Steckplätze für PCI Express 2.0 sollen zahlreiche Erweiterungen erlauben. Ab 2.900 Euro liefert Apple eine Lizenz mit einer unbegrenzten Client-Anzahl von Mac-OS X 10.5 Server mit.

Der neue Rackserver Xserve von Apple basiert auf dem Xeon 5400.
Der neue Rackserver Xserve von Apple basiert auf dem Xeon 5400.

Den neuen Xserve kann man sich mit bis zu zwei 3,0-GHz-Xeon-5400 konfigurieren, die Prozessoren greifen auf jeweils 12 MB L2-Cache zurück. Wie im Mac Pro arbeiten die beiden Frontsidebusse unabhängig voneinander mit 1600 MHz Taktrate. Ebenso lässt sich der Arbeitsspeicher mit bis zu 32 GB 800 MHz DDR2 ECC FB-DIMMs erweitern. Die PCI-Express-2.0-Steckplätze sollen einen bis zu viermal höheren I/O-Durchsatz bieten, an den Erweiterungen lassen sich etwa Multi-Kanal-4 GB-Fibre-Channel- oder 10-GB-Ethernetkarten betreiben. Die Onboardgrafik des Servers steuert nun bis zu 23 Zoll große Cinema-HD-Displays an. Erstmals verfügt der Xserve über einen USB-2.0-Anschluss an der Vorderseite. Drei Festplatteneinschübe stehen zur Verfügung, wahlweise nimmt der Xserve 73-GB- oder 300-GB-SAS-Laufwerken oder 80-GB- und 1-TB-SATA-Festplatten auf.

Mit der neuen Intel-Prozessoren-Generation verspricht sich Apple höhere Energieeffizienz, jeder Chip soll maximal 80 Watt Leistung aufnehmen, bei Nichtnutzung fällt laut Hersteller die Leistungsaufnahme auf vier Watt ab. In der Grundausstattung für 2.900 Euro ist der ab sofort im Apple Store und im Fachhandel erhältliche Xserve wie folgt konfiguriert:

  • - ein 64-Bit 2,8 GHz Quad-Core Xeon Prozessor mit 12 MB L2-Cache und einem 1600 MHz Frontside-Bus;

  • - 2 GB 800 MHz DDR2 ECC FB-DIMM RAM-Speicher, erweiterbar auf bis zu 32 GB;

  • - ein einzelnes 80 GB SATA Apple Laufwerkmodul;

  • - integriertes Dual-Gigabit Ethernet;

  • - interne Grafik;

  • - zwei FireWire 800 und drei USB 2.0 Ports; und

  • - eine Mac OS X v10.5 Leopard Serverlizenz für beliebig viele Clients.

Der Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation Macwelt.