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Macromedia bastelt an Linux-Variante von Flash MX

05.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Design- und Animationssoftware spezialisierte Anbieter Macromedia arbeitet an einer Linux-Portierung des Werkzeugs "Flash MX". Dies gab das Unternehmen auf dem Flashforward & Flash Film Festival bekannt. Das Programm zum Erstellen von Inhalten, die im "Flash Player" angezeigt werden, soll zunächst unter dem Emulator Wine ablaufen, der es Linux-Anwendern gestattet, Windows-Software unter dem Open-Source-Betriebssystem zu nutzen. Später soll - je nach Bedarf der Kunden - eine native Linux-Version von Flash MX folgen. Die Abspielsoftware gibt es bereits für Linux.

Die Windows-Plattform verlassen will Macromedia indes nicht. So wird das Unternehmen seine Produkte auch an das kommende Microsoft-Betriebssystem (Codename: Longhorn) anpassen. Dieses soll nach den bisherigen Verlautbarungen der Redmonder jedoch ähnliche Funktionen wie Flash aufweisen.

Im nächsten Jahr soll mit "Flex" eine Server-Software von Macromedia auf den Markt kommen, mit der sich Applikationen mit einem ansprechenden Benutzerinterface ausstatten lassen. Die Flex-Technik wurde Anfang 2004 vorgestellt und ist aus dem Projekt "Royale" hervorgegangen. Damit könnten beispielsweise ein Online-Reservierungssystem für ein Hotel im Browser so dargestellt werden wie unter Windows: Statt nach Eingabe der Reisedaten eine neue Web-Seite zu laden, würden die freien Zimmer und Preise in der gleichen Maske erscheinen. Laut Macromedia müsste der Buchende hierzu lediglich über einen Web-Browser mit Flash Player verfügen. (fn)