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Macht macht glücklich

25.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Frustrierte gibt es überall, denn das Arbeitsleben stellt für viele ein einziges Trauerspiel dar. In regelmäßigen Abständen belegen die Forscher von Gallup diese These mit Zahlenmaterial. Die Jobbörse Jobware hat zusammen mit den Marktforschern von Emnid ebenfalls nachgefragt, wie es um die Mitarbeiterzufriedenheit bestellt ist. Nur 36 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass ihre Arbeitsstelle voll und ganz ihren beruflichen Vorstellungen entspricht; in einer ähnlichen Befragung vor zwei Jahren war noch nahezu jeder Zweite mit seinem Job zufrieden.

Allerdings nimmt die Zufriedenheit der Angestellten mit höherem Bildungsabschluss zu, denn von den Berufstätigen mit Abitur oder Studium sind 46 Prozent mit ihrem Job sehr zufrieden. Auch jede zweite Führungskraft liebt ihre Aufgaben. Unter den Selbständigen herrscht mit 63 Prozent Zufriedenen die beste Stimmung. Emnid befragte im August rund 1000 Personen, darunter allerdings nur 377 Berufstätige zwischen 18 und 50 Jahren. Zwar betont Christian Flesch, Marketing-Leiter von Jobware, die Zahlen seien repräsentativ, verwunderlich sind sie aber trotzdem.

Zu ganz anderen Ergebnissen kommt eine Befragung der Initiative "Gesundheit und Arbeit (IGA) des Bundesverbands der gewerblichen Betriebskrankenkassen und des Hauptverbands der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG). Von den rund 2000 Befragten beurteilen 92 Prozent ihre Arbeit als vielseitig und abwechslungsreich, 80 Prozent erhalten Anerkennung und fühlen sich körperlich und geistig gefordert. Über alle Branchengrenzen hinweg schätze nahezu jeder seine Arbeitssituation positiv ein. Allerdings gab es auch einige wenige kritische Einwände. Die 30- bis 40-Jährigen beklagen, dass die Arbeit in ihrem Leben einen zu großen Stellenwert habe. Jeder Zweite bemängelt, dass sich sein Arbeitgeber nicht für die Gesundheitsförderung der Belegschaft engagiere. Nur etwa die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, den jetzigen Job bis zur Rente auszuüben. (iw)