Apple vs. Microsoft

Mac oder PC? Ein Test über zehn Runden

Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.

2. Runde: Kosten

Bei Apple gibt es keine billigen Geräte: Das günstigste Modell, ein Mac Mini, kostet 569 Euro - das preiswertestse Macbook 999 Euro. Dagegen gibt es Lenovo- oder Asus-Notebooks schon ab 200 Euro. Allerdings hinkt der Vergleich ein wenig. Macbooks sind Luxus-Notebooks, bieten erstklassige Verarbeitung und Leistung. In der Windows-Welt sind Business-Notebooks oder Top-Modelle wie das Microsoft Surface Book oft ähnlich teuer.

Macs sind teuer, gleichwertige Geräte wie das Surface Book allerdings ebenfalls.
Macs sind teuer, gleichwertige Geräte wie das Surface Book allerdings ebenfalls.
Foto: Microsoft

Nicht gerade für Preisfairness steht allerdings die Preispolitik bei Apple, die uns ein wenig an die Aufpreislisten mancher Mercedes- und BMW-Modelle erinnert. So kostet ein Macbook Retina mit 128 GB großer SSD im Apple Store 1449 Euro und das identische Modell mit 256 GB gleich 200 Euro mehr. Spätere Upgrades des proprietären Speichers oder verlöteten RAMs sind so gut wie unmöglich, Reparaturen teuer. Wie Apples gute Verkaufszahlen zeigen, kann sich Apple diese Aufpreisstrategie aber einfach erlauben.

1:1 Der Sieg geht hier an den PC. Apple lässt sich seine Produkte zu teuer bezahlen.

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SarahAndrea Royce

Geht auch umgekehrt. Ich hatte schon einen tripple Boot PC (Windows, Linux und OS X) hab das aber beim nächsten PC gelassen, weil ich Linux und Os X eh nie startete. Aber auch ohne direkte installation kann man OS X auf den beiden anderen Systemen virtualisieren.

Weis nur kaum einer weil niemand damit wirbt.

SarahAndrea Royce

Wow, man spreche mal von Projektion. Von wegen keine Viren, Systeminstabilitäten oder keine seltsame Userexperience. Und so bald man mal ins Dateisystem guckt, sieht man, das man nur nach dem Prinzip "Kiste auf und alles reinschmeissen" aufgeräumt hat, was auch unheimlich schnell zu Problemen führt, die aber vor dem User versteckt werden. Wenn der Mac langsam ist, wird eben das neue Modell gekauft und weiter geschwärmt.

Der Cult of Mac ist Dunning Krüger auf Technikebene.

Wobei ich nicht grundsätzlich nur schlecht über Macs denke, in einem sehr spezifischen Rahmen sind es gute Geräte, aber wenn man sich als Mac User dann beispielsweise bei den Spieleherstellern beschwert, dass es so wenig Spiele gibt, statt bei Apple, die keine anständigen 3D Grafikkarten verbauen, knallt mein Kopf auf die Tischplatte.

Consolenplatine

Spätestens wenn man Windows User erzählt das sie falsch liegen... machen diese zu. Das ist eine ganz normale Reaktion, aber eben ist und bleibt sie falsch. Man kann sich rausreden, Einwände bringen oder irgendetwas anderes veranstalten, der Mac schlägt den PC um Längen... oder wie ein Kommentator meinte: 9:3 für Mac.

Natürlich gefällt den Windows Usern das Ergebnis nicht, denn was man selbst benutzt und denkt das es gut ist... "muss" gut sein! Damit hat sichs dann aber auch schon. Wenn man sich die Sache mal nüchtern anschaut, dann kennt "Mac" keine Viren, Systeminstabilitäten, seltsame User-Experience. Der Mac ist "aufgeräumt, alles an seinem logischen Platz, das "Dock" mit seinen Apps nicht nur nützlich, sondern eine Augenweide, alles irgendwie schick designed, das System zuverlässig und im Hintergrund mit sicherer Rechtevergabe, updated sich selbst, backuped sich selbst, pflegt sich somit wie von selbst.

Das alles kann man von Windows nicht behaupten... bei Windows herrscht Pflastermentalität... ja, geht irgendwie, weiss nicht wo, warum läuft das Programm nicht? ... weil ich noch NET 2.0 brauche, oder der Treiber irgendeiner Hardware zu alt ist, und dann wenn ich denke alles endlich installiert zu haben, nach 3 Neustarts... dann immer noch nicht funktioniert.

Der Windows Background ist nach wie vor Windows 95... Registry und seine Probleme bis heute nicht behoben... und es wird weiter gefrickelt bis der Arzt kommt, und ein Pflaster nach dem anderen draufgeklebt. Windows 7 war eine Designpack ( Windows VIsta läuft da im Hintergrund) und usw. Windows ist ein roter Pfaden der sich bis ins Altertum von Windows 95 zieht, und solange Microsoft prächtig mit diesem gewürfelten Schrott Geld verdient... warum sollten die die Software grundlegend neu entwickeln? Die User lieben doch den Ärger, dann haben sie auch nichts anderes verdient. Nicht umsonst benutzen Kreative einen Mac... sie benötigen ihre Zeit für kreative Arbeit, und nicht für Systempflege und Problemlösungen. Wer basteln möchte, und das System bis auf die Hardwareebene lernen will (naja muss), für den ist Windows natürlich perfekt... denn das ist wie ein Technikstudium.

Tim Buktu

Kann zwar nicht allen Punkten so zu 100% zustimmen aber ich sehe Windows da auch eindeutig als Sieger. Dieses schlechte Argument: "Ein Mac ist ja quasi schon zwingend der Sieger, weil man dort noch Windows parallel drauf laufen lassen kann." ist aus dem Grund dämlich, weil man sich ja dann auch gleich die 500-1000€ Aufpreis sparen kann und diese dann entweder in einen leistungsfähigeren Windows PC investieren kann oder was anderes damit anstellt. Wer denn so auf die Vorteile vom Mac schwört kann da eigentlich auch Linux greifen. Da hat man zwar den ganzen Apple Software Kram nicht aber es gibt ja wohl gute Alternativen, wenn man denn nicht gerade extrem planlos ist und keine Lust hat, mal ein paar Stunden/Minuten zu investieren um zu schauen, was alles so möglich ist.

Rosa Meier

Sehe es ähnlich. Wenn man den Mac als Arbeitsgerät nutzt, will man damit arbeiten und nicht ständig technische Probleme lösen will - wie permanente Aktualsierungen, ständige Systempflege, aufwändige Virenabwehr uvm.
Ich kenne beide Systeme. Ken System ist perfekt - aber: die Arbeit mit dem Mac ist problemeloser. Ich kenne eingie PC-Techniker - die haben ständig Kunden, weil die normalen PC_user eben nicht einfach mit ihren Geräten klarkommen. Die meisten haben in regelmäßigen Abständen Probleme mit ihren Rechnern. Bekannte, die auch einen Apple haben und nicht gerade technikaffin sind, haben dagegen kaum Probleme und sind dankbar, dass sie nicht ständig einen Techniker bezahlen müssen. Somit ist zwar die Anschaffung eines PCs günstiger - aber es geht schon mit der inbetriebnahme los - die miesten kommen da schon nicht klar und brauchen Hilfe bei der Einrichtung. Wenn man dann die Kosten für die Einrichtung und ständigen Support rechnet, kann ein PC für den normalen User erheblich teurer kommen als ein Mac.

Tobias Wolter

Es ist gut, dass immer mehr Wettbewerber in den Markt kommen. Firmen kommen an Windows in den nächsten 5 Jahren nicht vorbei.

Doch es werden immer mehr Anwendungen aus der Cloud geliefert und dann spielt es für den “klassischen” Anwender keine Rolle mehr ob Windows, Apple, Android etc. verwendet wird. Apps erzeugen Produktivität, nicht Betriebssysteme oder Geräte.

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