Alternative zu Apples Angebot

Mac Mini Alternate Edition im Test

30.05.2013 | von Christian Möller

Notizen aus dem Testcenter

Zunächst nehmen wir uns das Festplatten-Modell vor. Die interne Platte stammt von Seagate. Sie hört auf die Bezeichnung Momentus ST1000LM024 und arbeitet mit 5400 Umdrehungen pro Minute. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Produkt des koreanischen Herstellers Samsung, das aber nach der Übernahme der Samsung-Festplatten-Sparte durch den amerikanischen Hersteller Seagate unter dessen Namen vertrieben wird. Bei einschlägigen Online-Händlern bekommt man diese Festplatte derzeit (Februar 2013) für etwa 70 Euro.

Im Test zeigt sich die Platte normalen Anforderungen gewachsen. Der Mac Mini bootet in knapp unter 40 Sekunden, was ein normaler Wert ist. 17,4 Millisekunden messen wir für die durchschnittliche Zugriffszeit der Platte, die maximale Datenübertragungsrate ermitteln wir mit etwa 106 Megabyte pro Sekunde. Das sind gute Werte für eine Notebook-Festplatte. Allerdings sinkt die Datenrate mit steigendem Füllgrad um die Hälfte auf etwas mehr als 50 Megabyte pro Sekunde ab. Das ist eine typische Eigenart von magnetischen Massenspeichern, da die inneren Spuren weniger Daten fassen als die äußeren. Da die Umdrehungsgeschwindigkeit aber konstant bleibt, sinkt die Datenrate ab, je mehr Sektoren auf der Platte belegt sind und je näher der Kopf daher zu den inneren Spuren hinfahren muss.

In der Praxis bedeutet das schlicht: der Mac fühlt sich zäh an. Beim Booten und besonders beim Starten von Programmen vergehen oft einige Sekunden zu viel, sodass man als Nutzer manchmal ungeduldig vor dem Bildschirm sitzt und warten muss. Das Phänomen ist aber keine spezielle Eigenart der Alternate-Edition des Mac Mini, das trifft auf alle Festplatten-basierte Macs zu, ganz besonders, wenn Notebook-Platten zum Einsatz kommen, da diese im Vergleich zu den 3,5-Zoll-Desktop-Platten meist geringere Datenraten und längere Zugriffszeiten aufweisen.

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