Mac-Feeling unter Windows

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Obwohl die Taskleiste von Windows vielen Anwendern ausreichend erscheint, bietet sie doch nur wenig Spielraum für Anpassungen. Position und wesentliche Inhalte sind beim Windows-Standard fix. Besonders Mac- und KDE-Benutzer geben sich damit ungern zufrieden. Hier kommt "Objectdock" von Stardock ins Spiel.

Der Hersteller bietet eine Gratisversion sowie eine erweiterte Fassung für etwa 20 Dollar. Das Tool erweitert den Windows-Desktop um einen Klone des "Dockers" der Apple-Rechner. Der Anwender kann sowohl Position als auch Größe von Objectdock frei bestimmen: Es lässt sich oben, unten oder an den Seiten des Desktops platzieren. Die Breite im Verhältnis zum Desktop darf ebenfalls der User auswählen. Zu den grafischen Optionen zählt, den Docker transparent zu machen, so dass dahinterliegende Bildschirminhalte sichtbar werden.

Objectdock übernimmt einige Funktionen der Windows-Taskleiste: Sämtliche Programme lassen sich wie bei der Windows-Schnellstartleiste in den Docker integrieren und dann per Mausklick starten. Praktisch insbesondere bei hohen Bildschirmauflösungen ist, dass Objectdock Symbole automatisch vergrößert, wenn der Mauszeiger darüber gleitet. So kann der Docker normalerweise klein und dezent gehalten werden, und trotzdem sind die Icons gut zu erkennen. Der transparente Hintergrund sorgt ebenfalls dafür, dass Objectdock bei der Arbeit nicht stört.

Allerdings vermag Objectdock die Windows-Taskleiste nicht völlig zu ersetzen. So verfügt lediglich das kostenpflichtige Tool über ein Äquivalent zum "System Tray". Als übersichtlicher Ersatz für die Schnellstartleiste und das Startmenü kann Objectdock die Bedienbarkeit des Desktops jedoch in einigen Bereichen verbessern.

CW-FAZIT: Objectdock bringt Mac-Komfort auf den PC. Als Ergänzung zu den Windows-Standards kann es die tägliche Arbeit deutlich erleichtern.