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M-Systems revidiert Bilanzen wegen Optionsproblemen

04.07.2006
Fast jeden Tag melden neue Hightech-Firmen ihre Verstrickung in den US-Börsenskandal um begünstigend umdatierte Aktienoptionen.

Neuestes Beispiel ist die Nasdaq-notierte israelische Speicherchipfirma M-Systems Flash Disk Pioneers, die zahlreiche zentrale Patente rund um USB-Sticks hält. Sie hat jetzt erklärt, ihr Verwaltungsrat habe die Revision der Bilanzen für mehrere Jahre beschlossen, weil bestimmte Zuteilungen von Aktienoptionen falsch datiert wurden. Es geht dabei um die Geschäftsjahre 2001 bis 2005 sowie das erste Quartal 2006. Ob auch Bilanzen vor 2001 revidiert werden müssen, werde noch geprüft. M-Systems hat die US-Börsenaufsicht SEC am 13. Juni freiwillig über seine interne Revision informiert; die Behörde forderte daraufhin am 26. Juni bestimmte Unterlagen zur Prüfung an.

Bereits Ende vergangener Woche meldete auf Redback Networks, die SEC habe eine bislang noch informelle Untersuchung seiner Optionspraxis eingeleitet. Auch der Staatsanwalt für den Northern District of California hat sich der Sache angenommen. Redback will mit den Ermittlern jeweils voll kooperieren. (tc)