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LVM migriert 8500 Clients auf Red Hat Linux

04.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die LVM Versicherungen haben mit Red Hat nach dessen Angaben einen Vertrag über die Migration von 8500 Clients auf Red Hats "Enterprise Linux 4 Desktop" geschlossen. Die Abonnement-Distribution des quelloffenen Betriebssystems wird eine vom LVM seit 2000 selbst konfigurierte Linux-Variante als Betriebssystem ablösen. Sie kommt auf Network Computern und Laptops in der Münsteraner Firmenzentrale sowie den Agenturen der LVM bundesweit zum Einsatz. Die LVM habe sich für den Einsatz von Enterprise Linux als "strategische Plattform im gesamten Unternehmen" entschieden, heißt es weiter.

Auf den Desktops soll neben einem E-Mail-Programm, einem Bildbetrachter und Browser-basierendem Intranet-Zugriff ein von LVM entwickeltes Java-Anwendungssystem zum Einsatz kommen. Dieses decke nahezu sämtliche Arbeitsbereiche der Anwender ab - unter anderem Textverarbeitung, Vertragserstellung, Customer Relationship Management sowie Schadenregulierung.

Man haben für die Desktop-Systeme nach einer langfristig stabilen Plattform gesucht, erklärte Werner Schmidt, IT-Vorstand der LVM Versicherungen. Der Start im Jahr 2000 mit einer LVM-eigenen Lösung sei zum damaligen Zeitpunkt nicht anders möglich gewesen. "Für die kontinuierliche Systempflege und -aktualisierung unserer bisherigen Desktops haben wir nach einer wirtschaftlich sinnvollen Alternative gesucht. Red Hat Enterprise Linux Desktop bietet uns ein System auf dem jeweils aktuellen Stand, das trotzdem absolut sicher und stabil läuft", erklärte Schmidt. Der Ansatz des Anbieters, Desktops in Kombination mit korrespondierendem "Network Management Server" zur Verfügung zu stellen, erleichtere die Arbeit der LVM-IT enorm und hebe Red Hat deutlich von der Konkurrenz ab.

Bei der Red-Hat-Software gebe es ferner keine Abhängigkeit von der Politik eines bestimmten Anbieters, da diese ausschließlich von der Linux-Community unterstützten Code enthalte. "Wir wollen die Freiheit von Linux mit dem professionellen Support eines kommerziellen Anbieters“, so Schmidt weiter.

Neben dem effektiven Management durch unter andere automatisierte Systemaktualisierung fiel die Entscheidung für Red Hat (nach erfolgreichem Pilotversuch) auch wegen dessen "Open Source Assurance" für Rechtsschutz bei eventuellen Patentverletzungen. Red Hat sichert darin zu, fraglichen Code gegebenenfalls umgehend durch Neuprogrammierung ersetzen. (tc)