Mit Canonical-Hilfe

LVM hat über 10.000 Rechner auf Ubuntu umgestellt

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Das Versicherungsunternehmen LVM hat mehr als 10.000 Notebooks und Desktop-PCs auf Ubuntu Linux umgestellt. Ubuntu-Sponsor Canonical hat mit seiner Service-Mannschaft geholfen.
Die Version 10.0.4 LTS supportet Canonical bis ins Jahr 2015.
Die Version 10.0.4 LTS supportet Canonical bis ins Jahr 2015.
Foto: Canonical / Ubuntu

Alle Außendienstler und ein Großteil der Arbeitsplätze in der Firmenzentrale in Münster verwenden nun Ubuntu Desktop 10.04.2 LTS (Long Term Support) als Betriebssystem, wie "heise online" kürzlich berichtete. Die Umsetzung des Projekts erfolgte unter mitwirkender Beratung der Serviceorganisation von Canonical. Der kommerzielle Sponsor mit Hauptsitz in Südafrika wird die Implementierung mit seinem Support-Team einer Mitteilung zufolge auch dauerhaft unterstützen.

Ein wesentlicher Grund für die Entscheidung des Versicherungsunternehmens, zu Ubuntu zu wechseln, war demnach die gesicherte langfristige Unterstützung des Betriebssystems durch das Ubuntu-Projekt. Zuvor hatte sich die LVM auch davon überzeugt, dass der Support von Canonical, nicht nur den Qualitätsansprüchen, sondern auch in puncto Verfügbarkeit den Erwartungen des Unternehmens gerecht wird. Die Migration der insgesamt mehr als 10.000 Laptops und PCs erfolgte in zwei Hauptphasen. Nach der Umstellung der über ganz Deutschland verteilten Agenturen mit mehr als 7000 Systemen folgten die rund 3000 Systeme in der Unternehmenszentrale in Münster.

"Wir brauchten ein zukunftssicheres Desktop-Betriebssystem auf Linux-Basis, bei dem garantiert ist, dass wir die erforderliche Hardwareunterstützung erhalten", erklärt LVM-CIO Werner Schmidt, CIO bei LVM Versicherungen. Die Möglichkeit, eine Vielzahl neuer PC-Konfigurationen und Peripheriegeräte zu unterstützen, sei für LVM ein wichtiges Entscheidungskriterium gewesen, um bei der Auswahl von Hardwareanbietern so frei wie möglich zu sein.

Ein weiterer zentraler Aspekt war die Softwareunterstützung. Als Standardapplikationen setzte das Unternehmen bisher IBM Lotus Notes, OpenOffice.org und Adobe Reader ein, die allesamt ohne Einschränkung von Ubuntu unterstützt werden. Die am häufigsten verwendete Applikation war allerdings das "LAS"-System, eine Eigenentwicklung für die Schadensbearbeitung auf Java-Basis. Auch diese ließ sich problemlos nach erfolgreicher Umstellung unter Ubuntu betreiben. Daneben unterstützt Ubuntu auch den mobilen Online-Betrieb der LAS-Software, so dass die Kundenberater die Anwendung auch beim Kunden vor Ort benutzen können.