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Lucent will Octel zu Geld machen

26.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der angeschlagene TK-Ausrüster Lucent Technologies will angeblich den Teil seiner Unified-Messaging-Einheit Octel, der nicht mit dem Spin-off Avaya ausgelagert wurde, verkaufen. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Lucent hatte Octel 1997 für rund 1,8 Milliarden Dollar gekauft. Der Bereich Unified-Messaging wurde in zwei Teile gespalten, als die US-Company ihre Einheit für Sprachkommunikationssysteme unter dem Namen Avaya auslagerte. Avaya erhielt das Octel-Geschäft für Unternehmenskunden, Lucent behielt den kleineren Bereich, der Telefongesellschaften versorgt. Noch ist unklar, wer als Käufer für Lucents Octel-Einheit in Frage kommt. Der rund zwei Milliarden Dollar schwere Voice-Messaging-Markt wird von dem Anbieter Comverse Technology mit Sitz in den USA und Israel beherrscht.

Um seine desolate finanzielle Situation zu beheben, hat Lucent in den vergangenen Monaten mehrere Einheiten abgestoßen darunter sein Halbleitergeschäft und seine Glasfaserdivision. Im kommenden Geschäftsjahr will der US-Hersteller den Breakeven erreichen.