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Lucent baut Gewinnstrecke aus

21.04.2004

Dem TK-Ausrüster Lucent Technologies gelang es im ersten Vierteljahr 2004, seinen dritten Quartalsgewinn in Folge zu schreiben. Der Turnaround steht jedoch auf wackeligen Beinen, da er vor allem auf Kostensenkungen basiert. Die Einnahmen sind dagegen weiterhin rückläufig.

Das Unternehmen aus Murray Hill, New Jersey, erzielte in seinem zweiten Geschäftsquartal 2003/04 einen Nettoprofit von 68 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie, verglichen mit einem Fehlbetrag von 351 Millionen Dollar oder 14 Cent pro Anteil im Vorjahreszeitraum. Mit einem Pro-forma-Plus von drei Cent je Anteilschein übertraf Lucent dabei die mittlere Prognose der Analysten um ein Cent.

Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,7 Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar. Dabei gingen die Einnahmen im Bereich Mobilfunkausrüstung um 13 Prozent auf 951 Millionen Dollar zurück. Die Sparte Integrated Network Solutions erwirtschaftete mit 738 Millionen Dollar rund fünf Prozent weniger, während die Division Worldwide Services um elf Prozent auf 479 Millionen Dollar wuchs.

Konzernchefin Patricia Russo ist zuversichtlich, dass sich der TK-Markt nach mehreren Jahren Schrumpfkur nun allmählich stabilisiert. Die Carrier schickten sich an, ihre Netze auf den aktuellen Stand zu bringen, um neue Dienste anbieten zu können, so Russo. Als Konsequenz stellte Lucent für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Bislang war die Company davon ausgegangen, dass die Einnahmen in etwa das Niveau des Vorjahres von 8,47 Milliarden Dollar erreichen werden.

Allerdings fällt es Lucent offenbar zunehmend schwerer, seinen Sparkurs beizubehalten. Nachdem das Unternehmen im Berichtsquartal seine Bruttogewinnspanne gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 32 auf 43 Prozent verbesserte, rechnet es in den kommenden Quartalen bestenfalls mit einer Marge von 40 Prozent. (mb)