Etappenziel

LTE-Netz von Vodafone jetzt in allen deutschen Großstädten

08.04.2013
Vodafone hat bei seiner Aufholjagd um das beste Mobilfunknetz in Deutschland ein wichtiges Zwischenziel erreicht.
Vodafone-Deutschlandchef Jens-Schulte Bockum
Vodafone-Deutschlandchef Jens-Schulte Bockum
Foto: Vodafone

Alle 81 deutschen Großstädte mit 100.000 Einwohnern und mehr würden inzwischen durch das schnelle Mobilfunknetz LTE von Vodafone versorgt, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Nehme man alle Orte mit über 50.000 Einwohnern, dann seien es mehr als 160 LTE-Städte. Damit versorge Vodafone mehr als zwei Drittel der bundesdeutschen Fläche mit LTE und erreiche rund 50 Millionen Bundesbürger.

Vodafone war im vergangenen Herbst bei der wichtigen Umfrage der Fachzeitschrift "Connect" klar hinter der Deutschen Telekom auf Platz zwei gelandet. Daraufhin hatte Jens Schulte-Bockum, Chef von Vodafone Deutschland, zusätzliche Investitionen in den Netzausbau angekündigt. "Wir haben unser Versprechen gehalten. Nach der Versorgung der ländlichen Regionen haben wir schnelles mobiles Internet bis Ende März 2013 auch in alle deutschen Großstädte gebracht", erklärte Schulte-Bockum. Innerhalb eines Jahres habe Vodafone die Reichweite und Abdeckung des Angebotes mehr als verdoppelt. Damit biete sein Unternehmen das bundesweit größte LTE-Netz.

Deutschlandzentrale von Vodafone in Düsseldorf
Deutschlandzentrale von Vodafone in Düsseldorf
Foto: Vodafone

Die vierte Mobilfunkgeneration LTE (Long-Term Evolution) verspricht theoretisch Download-Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Zum Vergleich: Die einfachen DSL-Leitungen im Festnetz fangen bei 1 Mbps an. Allerdings ist die Geschwindigkeit in LTE-Netzen in der Praxis meist deutlich niedriger, denn sie hängt auch davon ab, wie stark die Funkzellen ausgelastet sind.

Die LTE-Funkmasten von Vodafone funken auf dem Land auf 800 Megahertz, wodurch eine großflächige Netzversorgung sowie ein guter Empfang innerhalb von Gebäuden gewährleistet wird. In den Städten baut Vodafone gezielt Basisstationen mit LTE auf 2600 MHz aus, damit möglichst viele Anwender in einer Funkzelle versorgt werden können. Die Deutsche Telekom setzt vor allem auf die Frequenz von 1800 MHz - die einzige, die auch das iPhone und iPad von Apple können. Andere Smartphones wie das HTC One, das Samsung Galaxy S4 oder das Nokia Lumia 920 unterstützen dagegen mehrere LTE-Frequenzen. (dpa/tc)