LTO 5

LRZ sichert Supermuc-Daten auf IBM-Tapes

Thomas Cloer
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Der neue "Supermuc"-Numbercruncher am Münchner Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) jongliert mit riesigen Datenmengen - die müssen allerdings auch irgendwo gesichert werden.
Der Supermuc steht im LRZ in Garching bei München.
Der Supermuc steht im LRZ in Garching bei München.
Foto: IBM Research

Den Supermuc hatte die IBM im Jahr 2010 für die Bayerische Akademie der Wissenschaften entwickelt, in diesem Jahr ging der Hochleistungsrechner in Betrieb. Die Maschine hat 155.000 Rechenkerne und 320 Terabyte Hauptspeicher und wird mit warmem Wasser gekühlt. Daten speichert der Supercomputer auf 12 Petabyte permanentem Diskspeicher.

Für Archivierung und Backup derselben hat die IBM zusammen mit ihrem Partner SVA System Vertrieb Alexander GmbH ein SAN aus Rechnern, Disk-Systemen und zwei riesigen Bandbibliotheken konzipiert. Es handelt sich dabei um "TS3500"-Tape-Library-Systeme mit 22 LTO-5-Laufwerken und insgesamt 11.000 Bandkassetten für 16,5 Petabyte Speicherplatz (skalierbar bis 40 Petabyte).

Als Archiv-Server dient ein "System x3850", der sich um die Verwaltung der Metadaten, die Steuerung der Massenspeichergeräte und die Kontrolle des Datenflusses kümmert. Für den schnellen Zugriff auf archivierte Daten dienen IBM "System Storage DS3500" und IBM "Storwize V7000" im Verbund mit 6 Terabyte SSD-Speicher als Riesen-Disks.

"Wir brauchten ein System, das die Datenströme eines der schnellsten Rechner in Europa speichert und dabei aus Kostengründen Standard-Komponenten benutzt", erläutert Werner Baur, der beim LRZ den Storage-Bereich verantwortet. "Es musste skalierbar sein, um mit den Entwicklungsstufen von Supermuc mitzuwachsen, und es musste sich in unsere IT-Umgebung einpassen. Genau das haben wir bekommen."

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