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Lotusphere: Raven und Bluejay debütieren

26.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IBM-Tochter Lotus nutzt ihre europäische Hausmesse Lotusphere in Berlin, um heute einige gewichtige Neuigkeiten vorzustellen.

Hinter dem Namen "Bluejay" verbirgt sich ein Upgrade für Notes/Domino, das binnen 30 Tagen unter der Versionsnummer 5.05 erscheinen soll. Es bietet vor allem eine engere technische Verquickung mit IBMs E-Commerce-Plattform "Websphere" (unter anderem Single Sign-On) und verschiedenen Microsoft-Produkten wie Office und Outlook.

Neues gibt es auch rund um den Knowledge-Management-Server "Raven", den der Hersteller vor Jahresfrist erstmals angekündigt hatte. Als erstes reelles Produkt soll im November das so genannte Wissensportal "K-Station" erscheinen. Dieses gestattet seinen Anwendern laut Hersteller, Informationen und Daten aus unterschiedlichsten Quellen - etwa dem Internet oder firmeninternen Datenbanken - aufzuspüren und gemeinsam zu nutzen. Die K-Station erlaubt es unter dem Motto "Leute, Orte und Dinge" zum Beispiel, virtuelle Meeting-Räume einzurichten und dort Informationen und Erfahrungen auszutauschen.

Im ersten Quartal kommenden Jahres wird die K-Station nach Angaben von Vice President Cliff Reeves dann um den "Discovery Server" ergänzt. Dieser dient demnach für den Zugriff auf unstrukturierte Daten. Anwender sollen damit in die Lage versetzt werden, Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zu sammeln und anschließend in eine "ausführliche und geordnete Übersicht aller Informationsbestände" zu überführen, erklärte Reeves.

Weitere Lotus-News von der Lotusphere:

Die Messaging-Software "Sametime" unterstützt nun auch die Übertragung von Audio- und Videodaten über IP-Netze. Clientseitig kommen dabei kompakte Java-Applets zum Einsatz. Ferner unterstützt das Produkt die Integration automatischer Übersetzungssoftware. Die öffentliche Beta erscheint in dieser Woche, das fertige Produkt im vierten Quartal 2000.

Die Sametime-Erweiterung "Everyplace Quick Start", die im vierten Quartal zunächst in Europa, dem Mittleren Osten und Asien auf den Markt kommt, gestattet laut Vice President Ken Bisconti den Zugriff auf das Instant-Messaging-System via WAP (Wireless Application Protocol) und WML (Wireless Markup Language).