Deal zum Mikro-Mainframe-Link:
Lotus-SW Mit IBM im Datentausch
NEW YORK (hh) - Eine neue Mikro-Mainframe-Verbindung kündigte kürzlich die Lotus Development Corporation gemeinsam mit der Informatics General Corporation aus Woodland Hills an. Dieses Produkt ist nach Aussage des Lotus-Präsidenten Mitchell Kapor die bislang engste Verbindung eines Lotus-Programmes mit einer Mainframe-Software.
Der Partner in diesem Deal, Informatics, wird amerikanischen Angaben zufolge das Paket Lotus/Answer vertreiben. Diese Software verbindet die Lotus-Produkte 1-2-3 und Symphony mit nahezu jeder Datenbankart auf einem IBM-Mainframe. Die Software beinhaltet das Programm Answer/DB von Informatics - ein Datenretrievalprogramm für Mainframes - sowie Lotus/Answer auf dem Mikro. Der Anwender identifiziert die gewünschten Daten über verschiedene Masken. Die Anfrage wird an den Großrechner gesandt, dort bearbeitet und in einem Format, das der 1-2-3- oder Symphony-Software angepaßt ist, zurückgeschickt. Verschiedene Identifizierungskontrollen sind zum Datenschutz eingebaut. Unter den Datenbanken und Files, die unterstützt werden, sind IBMs IMS und VSAM zu finden, ebenso Adabas der Software AG, Total von Cincom und IDMS von Cullinet.
Answer/DB läuft unter OS und DOS mit IMS/DC oder CICS. Eine IBM-CMS-Version soll in Kürze verfügbar sein. Dieses Geschäft ist das dritte seiner Art für Informatics. Im Laufe dieses Jahres sind ähnliche Vereinbarungen mit Visicorp und Ashton-Tate zustande gekommen.
Zum Aufbau dieser Verbindung mit Lotus/Answer benötigt der Anwender einen IBM PC mit 256 KB, zwei Double-Density-Disketten-Laufwerke sowie zusätzliche Kommunikationseinrichtungen .
Die Ausstattung für eine Anlage mit 50 Mikros kostet rund 45 000 Dollar.
