Lotus Notes goes USB

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Seit der Version 7.0.2 gibt es die Software "Lotus Notes" auch in einer Fassung, die sich auf USB-Sticks installieren lässt.

Auf diese Weise sind Nutzer in der Lage, das Messaging-System an beliebigen Windows-Rechnern zu verwenden, ohne hierzu etwas zu installieren. Zudem kann der Notes-Anwender auf diese Weise seine E-Mails mit sich führen.

Zunächst einmal braucht man viel Zeit, um Notes auf einen USB-Speicher aufzuspielen. In den "Release Notes" ist die Rede von fünf bis über 60 Minuten. Im Test mit einem USB-2.0-Gerät mit 512 MB beanspruchte die Setup-Routine etwa 80 Minuten. Für die Installation gibt man das Kommando Setup /a/v"NOMAD=1 TARGETDIR=E:\ /qb+ ein, wobei E: der Laufwerksbuchstabe des USB-Speichers ist.

Danach startet Notes automatisch und lässt sich so einrichten wie bei einer normalen Desktop-Installation. Die IBM-Software präsentiert sich genau so, wie es der Anwender gewohnt ist. Bis auf den Programmstart, der länger dauert, merkt man nicht, dass Notes nicht auf der Festplatte installiert ist.

Sobald der USB-Stick angeschlossen wird, startet der Client automatisch. Dies lässt sich unterbinden, indem der Nutzer den Eintrag "AUTOLAUNCH_NOTES=" in der Konfigurationsdatei Autorun.ini auf "NO" setzt. Lauffähig ist diese Notes-Version laut IBM auch auf Windows-Rechnern, die im Locked-down-Mode betrieben werden, da die Änderungen der erforderlichen Einträge in der Windows-Registry auch dann möglich sind.

Allerdings stehen nur orginäre Notes-Client-Funktionen im USB-Betrieb zur Verfügung, "Domino Designer" sowie der "Domino Administrator" hingegen nicht. Zudem sollte sich der Anwender einen ordentlichen USB-Stick zulegen, denn die Software allein belegt schon 363 MB. Kommt dann noch eine opulente Mail-Datei hinzu, wird es schnell eng.

CW-Fazit

Zwar ist Lotus Notes auch in dieser Version nicht schlanker geworden, doch die Software für USB-Sticks arbeitet zuverlässig.