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Logitech-Aktie schmiert nach Gewinnwarnung ab

10.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach zuletzt stets überzeugenden Zahlen hat Peripheriespezialist Logitech gestern die Anleger mit einer unerwarteten Gewinnwarnung schockiert. Statt der zuvor prognostizierten 14 Millionen Dollar erwartet das schweizerisch-kalifornische Unternehmen für sein Ende Juni abgeschlossenes erstes Fiskalquartal jetzt nur noch sechs bis acht Millionen Dollar operativen Gewinn. Der Umsatz soll mit 218 Millionen Dollar indes so hoch ausfallen wie vorher avisiert. "Gegen Ende des Quartals gab es unerwartet starken Wettbewerb und geringere Nachfrage als erwartet", erklärte CEO (Chief Executive Officer) Guerrino De Luca. Offenbar machte Logitech nicht zuletzt der starke Euro zu schaffen - Wettbewerber senkten ihre Preise in Europa massiv, sodass Logitech nach Angaben von Finanzchef Kris Onken ebenfalls die Preise für Schlüsselprodukte um 21 Prozent reduzieren musste.

Für das Ende September endende Q2 stellte Logitech Einnahmen von 270 bis 280 Millionen Dollar und 15 bis 17 Millionen Dollar operativen Gewinn in Aussicht. Im Herbst werde Logitech neue Produkte bringen und mehr Geld in Werbung und Marketing stecken, hieß es. Auch die Prognose für das Gesamtjahr von zehn Prozent mehr Umsatz und 15 Prozent Wachstum beim operativen Gewinn blieb unverändert. Onken sagte ferner, es seien keine Entlassungen geplant.

An der Nasdaq fiel die Logitech-Aktie gestern im morgendlichen Handel um 30 Prozent auf 28,98 Dollar. Zum Fixing erholte sich das Papier wieder leicht auf 31,01 Dollar. Die endgültige Bilanz für das erste Quartal veröffentlicht das Unternehmen am 22 Juli. (tc)