Locknote sperrt Daten weg

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Auf jedem PC finden sich kleine, aber sensible Notizen: Passwörter, Memos und andere Informationen. Da man sich solche Daten meist nur schwer merken kann, speichern Anwender sie in Dateien auf ihrem Rechner. Ohne besondere Vorkehrungen sind sie jedoch für jeden zugänglich, der sich auf dem Rechner einloggen kann. Dies gilt natürlich auch für Dateien, die der Benutzer auf USB-Sticks ablegt.

Für mehr Sicherheit sorgt das Gratis-Tool "Steganos Locknote" der Firma Steganos GmbH aus Frankfurt am Main. Es ist für Microsoft Windows im Internet verfügbar.

Locknote steht unter der Open-Source-Lizenz GPL und nutzt auch selbst Open-Source-Techniken. Es besteht nur aus einer Exe-Datei, muss also nicht aufwändig installiert werden und lässt sich somit auch auf einem USB-Stick einsetzen. Die Bedienung ist denkbar einfach: Beim Start von Locknote öffnet sich ein Fenster, in das der Benutzer seinen zu verschlüsselnden Text eingibt. Beim Schließen muss er ein Passwort festlegen - fertig. Die Notiz ist in einem verschlüsselten Binär-Format als ausführbares File gesichert. Das Programm kopiert sich dabei selbst in die Notiz, somit ist für das Öffnen keine Installation erforderlich. Das Passwort lässt sich jederzeit ändern.

Um bereits bestehende Texte mit dem Steganos-Tool zu schützen, kann die betreffende Datei einfach mittels Drag and Drop in das Locknote-Fenster gezogen werden. Das geht allerdings nur mit reinen Textdateien (.TXT). Zudem muss der Zeichensatz der Datei dem ANSI-Standard entsprechen, was auf den meisten PCs der Fall sein dürfte. Unter Linux gängige UFT8-codierte Dateien kann Locknote nur teilweise verarbeiten; Umlaute und andere Sonderzeichen gehen dabei verloren.

CW-Fazit

Steganos Locknote ist durch den Verzicht auf umfassende Features ein einfach zu bedienendes Werkzeug.