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Lockheed will EDS beim HUD-Projekt ausbooten

10.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem der US-Rechnungshof im Dezember bei einem Großauftrag des Housing and Urban Development Department (HUD) eine Benachteiligung von Lockheed Martin gegenüber EDS festgestellt hatte (Computerwoche.de berichtete), will das für die Öffentliche Hand und Militär tätige Unternehmen nun verhindern, dass EDS weiter an dem Projekt arbeitet. Es hat zu diesem Zweck eine Klage beim US Court of Federal Claims eingereicht.

Das GAO hatte eigentlich empfohlen, den Auftrag neu auszuschreiben und die Arbeiten bis dahin zu gleichen Teilen auf EDS und Lockheed Martin zu verteilen. Lockheed will das Projekt indes so lange aussetzen lassen, bis eine Revision der Ausschreibung erfolgt (vermutlich im kommenden April). Im Vergleich zum debakulösen Intranet-Projekt bei der US-Marine nimmt sich die HUD-Geschichte allerdings vergleichsweise harmlos aus.

Letzte Woche hatte EDS 559 Millionen Dollar für den Navy-Deal abgeschrieben und die Belastungen für den auf sieben Jahre angelegten Deal mit 6,9 Milliarden Dollar Volumen bereits für die ersten drei Jahre auf 678,7 Millionen Dollar geschraubt. Um das Projekt noch auf Kurs zu bringen, hat das Unternehmen gerade den früheren Delta-Airlines-IT-Manager Mike Koehler an Bord geholt. (tc)